Ich versuche regelmäßig euch etwas von meinen Erlebnissen zu berichten ;):)!

Do

25

Dez

2014

Frohe Weihnachten

Frohe Weihnachten ihr Lieben! Ich hoffe ihr hattet einen schönen Heiligabend und genießt die Feiertage.

Ich hab den Tag gestern ganz entspannt mit Theresa verbracht. Eingeflogenen Lebkuchen und Spekulatius gefrühstückt, Weihnachtsfilme geschaut, mit der Familie geskypt, den Sonnenuntergang bei einem Gläschen Sekt am Strand angeschaut, Schnitzel gegessen, Bescherung und noch mehr Weihnachtsfilme. Alles in Allem sehr unweihnachtlich aber trotzdem schön!

Die letzten Wochen waren eine Reihe von „Letzten-Malen“.  Die Klausuren in der Uni liefen ganz gut und somit habe ich mein Auslandssemester nun ja eigentlich auch schon beendet. Morgen versuche ich im Sekretariat meinen offiziellen Notenausdruck abzuholen, wobei ich mir nicht ganz sicher bin, ob die morgen aufhaben. Hier ist zwar Morgen kein Feiertag mehr, aber wer weiß.


Zum Abschied waren wir vor ca einer Woche noch mit ein paar Austauschstudenten in einer der berühmten Churrascarias essen. Ein riesiges Büffet mit Nudel-, Reis, und Kartoffelgerichten, Salaten und Sushi. Und dazu kommen dann immer noch die Bedienungen mit Fleischspießen und Pizzen an die Tische. Gegessen wird bis man kurz vorm Platzen ist. Als Dessert dienten die süßen Pizzen die zum Tisch gebracht werden. Entweder mit Schokolade oder mit Banane und Zimt… hhmmmmm…


Neulich haben wir auch noch einen Tagesausflug zu einem Strandörtchen gemacht, das etwa zwei Autostunden nördlich von Salvador liegt. Dienstag waren wir das Letzte mal bei den verschiedensten Konzerten in der Altstadt. Und Heute, ja heute haben wir angefangen zu packen…

Gefühlter Weise ist man grade erst eingezogen und nun muss man schon überlegen was mit zum Reisen kommt, was direkt in den Koffer für den Flug nach Deutschland landet und welche Sachen nirgendswo mehr mit hinkommen. Morgen Abend sind wir dann  noch zum Essen verabredet und Samstag haben wir eigentlich auch noch den ganzen Tag, wir fliegen ja erst nachts.


Nochmal kurz zu unserer Reiseroute: In der Nacht von Samstag auf Sonntag geht es nach Rio, da verbringen wir dann auch Silvester und genießen die Stadt dann noch ein paar Tage. Anschließend machen wir einen kurzen Abstecher auf die Ilha Grande, die Insel die vor Rio liegt und am 9.Januar geht es dann noch in den Norden nach Belem. Fünf Tage später zieht es uns dann wieder an die Küste nach Natal und von da aus geht es dann mit einem Mietwagen zurück nach Salvador. Für die Strecke nehmen wir uns sieben Tage Zeit, sodass wir dann noch ein Wochenende hier in Salvador haben, bevor wir uns in den Flieger nach Deutschland setzten.


In den nächsten Wochen werde ich also vermutlich nicht mehr schreiben und ich bin vermutlich am Besten über Whatsapp zu erreichen. Ich wünsche euch schon mal einen guten Rutschen und ein frohes neues Jahr!! Wir sehen uns Ende Januar J

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Di

02

Dez

2014

Von Chlor, Ratten und Rapmusik

Nach dem meine Nachbarin ihr chlorhaltiges Putzmittel über ihren Balkon und über meine Wäscheleine geschüttet hat, ist meine Pechsträhne dann auch endlich wieder abgebrochen.


Die letzten Tage waren wir viel unterwegs, auf Märkten und am Strand. Gestern waren wir dann auch noch los um unsere übrigen Flugtickets für Januar zu kaufen. Nach langem hin und her, wann wir für wie lange wo hinwollen, haben wir uns nun für die kostengünstigste unserer Ideen entschieden (was den Transport angeht). Nach Rio geht es dann nach Belem, ganz oben im Norden, um zumindest ein bisschen was vom Amazonasgebiet zu erleben und anschließend geht es nach Natal. Dort mieten wir uns dann ein Auto und fahren die knapp 1100km an der Küste runter nach Salvador zurück und dann komme ich auch schon wieder zu euch ins kalte Deutschland zurück ;)

Neulich haben wir mit einem Brasilianer zusammen Schnitzel gemacht, hmmm, nach so langer Zeit ohne das gute deutsche Essen, hat das mal wieder sehr sehr gut geschmeckt, auch wenn ich ja sonst nicht so der mega Schnitzelfan bin.


Als wir letzte Woche Pizzaessen waren, war die Atmosphäre unschlagbar… Kakerlaken zu den Füßen und die Ratten 50 Meter weiter die Straße runter….herrlich sowas :D An die Kakerlaken habe ich mich eigentlich schon ziemlich gewöhnt, die sind hier nun mal überall (auch wenn ich doch sehr froh bin, dass wir keine in der Wohnung haben ;) ) aber diese ganzen Ratten finde ich immer noch fürchterlich.

Gestern ist unser mexikanischer Mitbewohner ausgezogen und ein neuer Mitbewohner eingezogen. Ja…eigentlich hab ich mich ja gefreut dass Roberto  auszieht, aber nach nur einem Tag zusammen mit dem neuen Mitbewohner bin ich mir doch nicht mehr sicher ob ich das nun besser finde. Nun erklingt hier überall Rap Musik, die Küche sieht aus als hätte eine Bombe eingeschlagen und überall liegen Sachen rum…naja…vielleicht braucht er ja nur ein paar Tage um sich einzugewöhnen ;)


Letzte Woche hat einer unserer Professoren verkündet, dass die Klausur eine Woche vorverlegt werden muss. Klar, warum denn auch nicht…dann schreiben wir sind nun halt schon übermorgen…juhu… das Gute ist, dass ich mir die Note aus dem Kurs nicht anrechnen lassen muss und die Klausur für mich daher nicht wichtig ist. Aber diese Spontanität hier ist trotzdem etwas nervig. Sehr praktisch dagegen sind die Deadlines die die Professoren zur Klausurenrückgabe haben, da muss man wenigstens nicht monatelang auf die Note warten.


In der Altstadt wird heute der Nationale Tag des Sambas gefeiert, also falls ihr mich sucht, da werdet ihr mich finden ;)

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Mo

24

Nov

2014

Manchmal läuft es halt nicht so

Da versucht man möglichst positiv in eine neue Woche zu starten, nach dem in der vergangenen Woche so einiges schief ging, und dann kommen doch glatt wieder Menschen daher, die es schaffen den neuerrungenen Optimismus wieder zu ruinieren…

 

Letzte Woche hat ja ziemlich normal angefangen, was dann plötzlich passiert ist weiß ich auch nicht… Donnerstagmorgen wollte ich mir um kurz nach 6 Frühstück machen (um halb 7 müssen wir los zur Uni), öffne den Kühlschrank und die Obst-/ Gemüseschublade ganz unten und sehe nur das alles schwimmt. Alles im Kühlschrank war nass, weil irgendwie ein Teil des Gefrierfachs über Nacht von selbst abgetaut ist. Genau das Richtige für diese Tageszeit. Uni war Donnerstag prinzipiell ganz gut. Nach unseren Seminaren waren wir dann ja noch in dem Seminar zum 25. Jubiläum des Mauerfalls, was auch ganz okay war. Wir sollten einfach ein bisschen erzählen wie es heute alles so ist und wie wir das alles wahrnehmen etc. Glücklicherweise waren noch zwei Deutsch-Brasilianerinnen da, die das Ganze etwas besser in Portugiesisch ausdrücken konnten ; ). Nachmittags waren wir im, auf gefühlte Minusgrade runtergekühltem, Kino und saßen anschließend zu viert noch zwischen den ganzen Restaurants und Imbissen im Shopping Center als ich mich so sehr verschluckt hab, wie glaube ich noch nie in meinem Leben. Mir wurde so schwindelig, weil ich einfach keine Luft mehr bekommen habe, dass ich dann in Mitten der ganzen Leute auf dem Boden saß und mir ein Securitymann des Einkaufscenters auf seinem Segway zur Hilfe eilte. Nach einigen Minuten ging es dann auch wieder, aber das auch war erstmal genug Aufmerksamkeit für den Rest des Jahres…

 

Freitag war eigentlich ein ganz entspannter Tag. Auf dem Weg zu einer Freundin bei der wir das Wochenende gemütlich auf der Dachterrasse einläuten wollten, bin ich einmal schön hingefallen. Aber das schmückt einen Körper denn besser als so ein paar blaue Flecke?!

Samstag war dann so das Highlight meiner gesamten Zeit hier in Brasilien. Gegen Mittag ruft Theresa mich etwas aufgeregt ins Bad. Der ganze Boden war nass und irgendwie wurde das Wasser immer mehr und mehr. In der Dusche stand das Wasser auch schon ein paar cm hoch und als wir aus der Küche Feudel und Eimer holen wollten stellten wir fest, dass auch die Küche schon unter Wasser stand. Das zweite Bad, das wir eigentlich nie benutzen, stand eher „unter Schaum“  wofür ganz offensichtlich die Waschmaschine verantwortlich war. Relativ schnell war klar, dass wir mit Wasser aufwischen, einer ausgeschalteten Waschmaschine und einem Pümpel nicht wirklich weiter kommen. Ich hab dann also Michael angerufen, der war zwar grade unterwegs, hat dann aber von dort aus jemanden angerufen der vorbei kommen sollte. Zwei Stunden später war dieser jemand dann auch in seinen Flip Flops und mit seinem Stoffbeutelchen da um zu versuchen das Problem zu beheben. Michaels Frau kam auch und hat uns geholfen das ganze Wasser, das unaufhörlich von überall kam aufzuwischen und den ganzen Modder, der mit dem Wasser kam, zu beseitigen. Nach einiger Zeit des rumgewerkels hat der nette Herr dann aufgegeben und meinte, dass er uns leider nicht helfen kann und die Reparatur bis Montag warten müsste. Ja, warum auch nicht, Duschen und Toiletten werden in Haushalten ja eigentlich auch überbewertet, wer brauch das schon… Adriana, Michaels Frau, hat dann angefangen bei den anderen Wohnungen im Haus zu klingeln und zu fragen wie es bei denen so aussieht und Michael schneite dann auch irgendwann nochmal rein und erzählte von Leitungen die von toten Ratten und Totgeburten verstopft wurden. Halt so Geschichte die die Laune nicht unbedingt nach oben treiben. Irgendwann kam dann unser Hausmeister der meinte sich dran erinnern zu können wir die Rohre hier verlegt sind und ja, es dauerte zwar noch ein paar Stunden aber gemeinsam haben wir es dann irgendwann geschafft das fast alles wieder funktionierte. Das ganze schmutzige Wasser aus den Leitungen zusammen mit Sand was da so drin war etc, konnten wir ja schlecht wieder in unsere Abflüsse kippen…also haben wir das Wasser eimerweise rausgetragen und auf die Straße gekippt. Ich bin dann direkt weiter zum Supermarkt um stärkeres Putzmittel zu kaufen um die Böden und Wände irgendwie wieder sauber zu bekommen. Vollkommen kaputt und fertig mit den Nerven haben Theresa und ich, Michael und Adriana dann abends aber noch zum Pizzaessen eingeladen, als Dankeschön für ihre Hilfe. Obwohl ich so kaputt war, konnte ich nicht schlafen und als ich es um drei Uhr nachts aufgegeben hatte und wieder aufgestanden bin hab ich festgestellt dass es Theresa genauso ging…

 

 

Sonntag hatten wir dementsprechend nicht wirklich viel Energie und außerdem hatte ich auch einen total fiebrigen Kopf und hab die meiste Zeit im Bett verbracht.

 

 

Heute Morgen wollte ich möglichst gut in die neue Woche starten und bin direkt nach dem Aufstehen zum Strand. Dort habe ich dann noch unseren neuen Mitbewohner getroffen, der nächsten Monat einzieht und so war das Sonnenbad etwas länger als geplant und hat sich direkt mit einem leichten Sonnenbrand gerächt. Aber trotzdem ein Start in den Tag an den man sich durch aus gewöhnen könnte ;)
Nachmittags habe ich noch eine Rückmeldung einer Firma bekommen, bei denen ich vor 2 Wochen ein telefonisches Vorstellungsgespräch hatte. Prinzipiell sehr positiv, da sie geschrieben haben dass sie denken dass es fachlich und persönlich passt. Das Ganze hat aber natürlich auch ein Aber. Der nächste Schritt wäre ein persönliches Vorstellungsgespräch nur bin ich ja in Brasilien, aber dafür hatten sie auch direkt eine Lösung (Hier mal eine gekürzte Version des sinngemäßen Wortlauts): „Da Sie ja leider erst am 27.01 aus Brasilien zurückkommen würden wir sie gerne für den 28.01 um 15Uhr zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch einladen“. Ja gut, ich mein, dass ich erst gegen 22.30Uhr wieder in Hamburg lande wussten sie ja nicht, aber trotzdem…muss das sein? Auf den Tag kommt es doch da nun auch nicht mehr drauf an. Aber wer muss schon erstmal zuhause ankommen!? Eine andere Email die ich heute in meinem Postfach gefunden hab, hat mich allerdings noch viel mehr geärgert… Eine Antwort auf eine Bewerbung die ich am Wochenende verschickt hab die wie folgt begann: „Sehr geehrter Herr Reck“ auch das passiert mit bei weitem nicht zum ersten Mal, nur ist in meinem Lebenslauf ja ein Foto von mir und ich würde es wagen zu behaupten, dass ich schon eher weiblich als männlich aussehe. Die Email enthielt dann eine Absage mit einer Erklärung die nicht zu verstehen war, weil irgendwie die Hälfte des Satzes gefehlt haben muss.  Und dass dann nach dem meine Bewerbung nicht mal geöffnet wurde. Herzlichen Dank kann ich da nur sagen : ). Auf Absagen antworte ich normaler Weise nicht, was will man da auch noch antworten, aber hier konnte ich nicht widerstehen zurückzuschreiben und sie drauf aufmerksam zu machen dass ihre Email von Anfang bis Ende Schrott war. (Nein, keine Sorge, ich habe ich natürlich anders ausgedrückt)

 

 

Ich bin gespannt was der morgige Tag für mich bereit hält : )

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Di

18

Nov

2014

So schnell geht das

Mit Erschrecken habe ich festgestellt, es ist schon der 18.11. Das heißt, der November ist schon fast wieder rum. Was auch heißt, dass bei euch in Deutschland nun bald die Weihnachtsmärkte und die, jedes Jahr aufs Neue wieder, ach-so-besinnliche Weihnachtszeit anfängt. Ich meine ich sehe hier auch viel Weihnachtszeug. Zig geschmückte Bäume, „Schneemänner“ aus Gras, tanzende Eisbären und Blinklichter in allen denkbaren Farben…aber trotzdem habe ich nicht das Gefühl als wenn bald Weihnachten wäre. Klar es ist auch heiß draußen, die Sonne scheint und ich laufe mit den Füßen im heißen Sand anstatt im kalten Schnee (den ihr aber ja auch noch gar nicht habt). Aber das alles  war in Australien ja irgendwie ähnlich…nur habe ich da auch in einen geschmückten Haus gewohnt und hatte aufgeregte Kinder um mich rum. Hier übersehe ich das Alles doch irgendwie noch etwas mehr. Naja gut, aber es ist ja auch noch über einen Monat hin…das ist mir grade nur alles so aufgefallen…

 

Aber ein kleines bisschen habe ich grade geflunkert...die Sonne scheint nämlich im Moment gar nicht! Es ist stürmisch und regnerisch… am ersten Tag fand ich das wirklich noch ziemlich nett, aber heute fand ich es fast schon kalt in meiner langen Hose. Am Sonntag wollten wir eigentlich auch zu einem Freestyle-Fußball-Meisterschaftsfinale, aber es hat geregnet, da haben wir es dann nur bis zum Schokoladenregal im nächsten Supermarkt geschafft. Aber sobald es regnet sieht man hier auch irgendwie niemanden mehr auf den Straßen. Ich weiß, das klingt jetzt doof, aber das ist auch gar nicht einfach das richtige anzuziehen an solchen Tagen…Für lange Sachen oder geschlossene Schuhe ist‘s oft bei Regen echt zu warm. Also kurze Hose und Flip Flops. Und dann sind überall die Pfützen und der Dreck von den unzähligen Baustellen und mit den Flip Flops wird der Dreck beim Laufen von hinten an die Beine katapultiert und dann steht man da und sieht aus wie Sau. Wenn man dann nach Hause kommt, könnte man sich ja einfach fix die Beine abduschen. Ja, könnte man, wenn die Duschköpfe hier nicht an die Wand geschraubt wären. Dann steht man da mit einem Bein in der Duschen, mit den anderen draußen und versucht nur das Bein in den Duschstrahl zu bekommen und den Rest des Körpers trocken zu lassen…ja, das klappt nicht  so gut. Aber die Hose vorher ausziehen ist auch doof, weil man damit ja quasi den Dreck direkt in die Hose wischt. Und dreckige Klamotten sind hier nochmal so eine ganz andere Sache… mit Waschmaschinen die nur kaltes Wasser haben und man am Herd steht um Wasser aufzuwärmen um zu mindest ein paar Sachen heiß zu waschen,… ach liebe Leute, ja, das sind so die alltäglichen Problemchen mit denen ich mich hier rumschlage!

 

Letzte Woche haben Theresa und ich in der Uni gegessen und plötzlich kam jemand auf uns zu, die uns vor Wochen mal von einer Kommilitonin vorgestellt wurde, quasselt drauf lauf und stellt uns eine Freundin von sich vor, die uns in sehr guten deutsch begrüßt. Was dann so genau passiert ist weiß ich auch nicht, auf jeden Fall gehen wir nun diesen Donnerstag zu einem Seminar zum Thema „25 Jahre Mauerfall“ und da sollen wir drüber reden wie es denn jetzt so ist in Deutschland. Ja….so schnell lässt man sich in sowas reinquatschen. Wer so die Leute sind die an dem Seminar teilnehmen weiß ich auch nicht…aber das werden wir dann ja schon sehen. Immerhin schön zu sehen, dass die Leute hier wissen, dass die Mauer schon längst „gefallen“ ist. Noch vor 3 Monaten, als ich mich online bei der Polizei registrieren musste, musste ich zwischen Ost- und Westdeutschland auswählen. Naja…so ein Update kann man ja mal vergessen. Dieses Onlineformular wurde ja bestimmt auch noch zu DDR Zeiten erstellt ;)

Nochmal zurück zu der deutschen Begrüßung: So viele Leute lernen hier Deutsch! Das hätte ich nie gedacht, aber wenn man sagt dass man aus Deutschland kommt, regieren echt viele Leute mit „Ich spreche ein bisschen Deutsch“. Wirklich erstaunlich

 

In letzter Zeit versuchen Theresa und ich auch immer mal wieder hier aus dem Stadtteil rauszukommen. Irgendwie ist man ja sonst doch immer an den gleichen Plätzen und das ist einer so großen Stadt ist ja eigentlich auch Verschwendung.

 

 

Die ersten Reisepläne sind inzwischen auch geschmiedet. So wie wir es schon „erträumt" haben bevor wir unseren Studienplatz hier überhaupt sicher hatten, werden wir Silvester in Rio de Janeiro und vermutlich mit 2 Millionen anderen Menschen an der Copacabana verbringen. Flüge und Hostel sind gebucht und die Vorfreude  gab‘s gratis dazu!! Wohin es anschließend gehe soll, haben wir noch nicht entschieden…das Land ist einfach sooo groß…

 

So, nach meinen ganzen Abschweifungen hat sich die Seite nun ja auch wieder ganz gut gefüllt und meine Befürchtung, dass ich gar nichts zu schreiben habe, hat sich auch erledigt...

Ich wünsche euch eine gute Nacht bezeihungsweise einen guten Morgen oder einen schönen Tag, was auch immer, bis bald :)

 

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Di

11

Nov

2014

Chapada Diamantina

Die letzten Tage waren unglaublich anstrengend aber auch unglaublich schön!

 

Als wir uns am Donnerstagmittag auf den Weg zum Busbahnhof gemacht haben war unser Ziel: Lencois. Ein kleines Städtchen im Nationalpark „Chapada Diamantina“. Nach etwas über 6 Stunden sind wir angekommen und auch unser zuvor gebuchtes Hostel war schnell gefunden. Die Beschreibung „familiär“ hat noch nie besser auf eine Unterkunft gepasst als hier… die Tür wurde uns von einem kleinen Mädchen geöffnet, der Tochter der beiden Besitzer. Der „Frühstücksraum“ war Wohn- und Esszimmer der Familie in einem und auch die Gemeinschaftsbäder waren voll mit Kindersachen. Das alles hat uns aber ja nicht gestört und die Besitzer waren wirklich sehr nett und haben ums Tipps für Touren durch den Park etc gegeben.

 

 

Am Freitag haben wir mit zu anderen Leuten aus dem Hostel zusammen eine geführte Autotour gemacht. So sind wir nach einander fünf verschiedene Plätze abgefahren, die man zu Fuß auf keinen Fall alle an einem Tag hätte ablaufen können. Zu sehen gab es schöne Wasserfälle, Bachläufe, eine riesige Höhle in der wir mit Taschenlampen bewaffnet die Stalagmiten und Stalaktiten bewundert haben. Weiter ging es zu einem See der halb versteckt in einer Höhle lag und in einem herrlichen hellblau schimmerte. Gebadet wurde dann ein kleines Stück weiter in einem Fluss mit glasklarem Wasser bevor wir für den Sonnenuntergang auf einen Berg geklettert sind und eine wahnsinns Aussicht genießen konnten.

 

Am nächsten Tag sind Theresa und ich auf eigene Faust los um die Sachen in direkter Nähe von Lencois zu erkunden, von denen es hieß, dass man sie auch ohne Guide leicht und sicher erreichen kann. Am Vormittag haben wir uns auf den Weg zu einer Natural Slide gemacht. Nach ca 50min Weg lag ein natürliches Wasserbecken vor uns, mit Wasser das fast schwarz aussah und in dem ein Wasserlauf endete der sich seinen Weg über (mehr oder weniger) glatte Felsen machten. In null-komma-nichts waren wir im Wasser und probierten die Rutsche aus. Es hat wirklich Spaß gemacht, aber das sitzen viel mir am nächsten Tag schon etwas schwer ;) :D Nachmittags wollten wir zu einem Wasserfall…den Anfang des Weges der uns beschriebe wurde zwar leicht zu finden aber nicht so leicht zu meisten. Es ging vorbei an unzähligen natürlichen Wasserbecken in denen Einheimische ihre Wäsche gewaschen und dann auf den Felsen zum Trocknen ausgebreitet haben. Da kommt man sich in seinen Laufschuhen und mit einen großen Rucksack schon ziemlich fehl am Platz vor kann ich euch sagen. Irgendwann haben wir dann jemanden nach dem Weg gefragt, aber nachdem wir auch damit nur 50Meter weiter gekommen sind, ist der mit uns mitgekommen und hat uns noch ein paar andere schöne Plätze in der Nähe gezeigt. Der Weg ging unter so einigen Felsen hindurch und durch dichtes Gebüsch… wie wir das alleine hätten finden sollen, ist mir ein Rätsel.

 

 

Sonntag sind wir dann zu einem anderen Wasserfall, der uns von allen empfohlen wurde. Der Nachteil war allerdings, dass man 7km hinwandern und dann natürlich auch 7km wieder zurück wandern musste. Und „wandern“ klingt in diesem Zusammenhang ziemlich entspannt… Die ersten Kilometer ging es ja noch über Sand und Waldwege, zwar bergauf und bergab aber trotzdem noch okay…aber die meiste Zeit sind wir über Felsen geklettert. In der Hitze wurde das schnell super anstrengend. Außerdem hatte man gar nicht wirklich die Möglichkeit die Umgebung wirklich zu genießen, weil man sich auf jeden Schritt so stark konzentrieren musste. Der Wasserfall war trotzdem schön und die Abkühlung im Wasser tat auch mehr als gut. Als wir wieder in Lencois angekommen sind, waren Theresa und ich total k.o. …

 

Daher haben wir uns für Montag auch nochmal für eine Tour mit dem Auto entschieden. Mit drei anderen Leuten und einem Guide ging es zuerst in eine Höhle in der ein wahnsinnig blauer See lag. Sowas habe ich wirklich noch nie gesehen, super schön. Anschließend sind wir zu einem ähnlichen blauen See zu einer anderen Höhle gefahren, weil man dort auch schwimmen und schnorcheln konnte. Der Weg mit dem Auto endete allerdings vor einem Fluss. Da hieß es dann Schuhe aus und durch da. Im Wasser ging es ja noch aber wieder auf trockenem Boden war die Erde so heiß dass man es nur wenige Schritte barfuß ausgehalten hat bevor man sich mit seinen nassen Füßen kurz auf die Schuhe stellen musste um die Füße abzukühlen. Nach einem ausgiebigen Bad im verdammt kalten Wasser haben dann Mittaggegessen während unser Guide versucht hat das Auto nach einer kleinen Panne wieder zu reparieren.  Mit etwas Verspätung ging es dann zurück nach Lencois. Im Hostel durften wir dann, obwohl wir ja eig schon ausgecheckt hatten, noch duschen und uns die Zeit bis zu unserem Busabfahrt um 23.30Uhr vertreiben.

 

Die Fahrt zurück nach Salvador war wenig erholsam. Als wir gegen 6Uhr morgens ankamen haben wir uns einen Bus in unser Viertel gesucht und sind dann total kaputt endlich wieder zu hause angekommen.

Alles in Allem ein anstrengender, aber mehr als lohnenswerter Trip J

 

 

(Fotos sind natürlich auch schon hochgeladen)

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Mo

03

Nov

2014

So schnell kommt hier keine Langeweile auf

Wo soll ich anfangen?! Am besten mit dem letzten Montag… ein anderer Austauschstudent hatte Geburtstag und der wurde mit einem brasilianischen Grillabend gefeiert. Brasilianer teilen sich ja generell sowieso erstmal alles. Geht man in die Pizzeria, wird eine große Pizza bestellt und geteilt, hier würde niemand auf die Idee kommen sich alleine eine Pizza zu bestellen. Geht man ins Restaurant sind mind. 1/3 der Gerichte für 2-3Personen,… Ja, Singles haben es da schwer ;) Naja, aber zu dieser Leidenschaft des Essenteilens passt auch das Grillverhalten. Einer steht am Grill und immer wenn etwas fertig ist, legt er es auf einen  Teller, schneidet es in kleine Stücke und dann wird der Teller einmal rumgereicht und jeder ist ein kleines Stück. Sehr gesellig aber auch ungewohnt…

 

Dienstag wollen Theresa und ich mal die Kinos hier ausprobieren. Leider hatte Theresa auf dem Hinweg einen kleinen Unfall: Sie überquerte die Straße und auf einmal kippt der Gullideckel unter ihrem Fuß nach vorne und sie liegt mitten auf der Straße. Naja, wer rechnet denn auch damit dass so ein riesiger, runder Gullideckel nicht fest ist?! Hilfsbereit wie hier alle sind, kamen direkt ein paar Leute angelaufen um ihre Hilfe anzubieten. Theresa hatte aber noch einigermaßen Glück und ist mit einigen Schürfwunden und Kratzern aus der Sache ausgekommen… Humpelnd und etwas blutverschmiert ging es dann weiter Richtung Kino. Liebe Leute ich kann euch sagen, die Kinos hier sind der Hammer :D super bequeme, breite Sessel die man nach hinten fahren lassen kann und aus denen noch ein Fußteil ausklappt, so dass man ganz gemütlich liegen kann um sich einen Film anzuschauen!! Bei so manchen Dinge wundert man sich wie die Brasilianer so arbeiten oder an Dinge ran gehen, aber andere Dinge haben sie wirklich drauf ;)

 

Mittwoch waren wir mit einer Kommilitonin in Cachoeira. Ein süßes, kleines Städtchen ungefähr 1,5Stunden Autofahrt von Salvador entfernt, das einst den wichtigsten Hafen her im Umland betrieb.  Leider standen wir auf dem Hinweg super lange im Stau, so dass wir drei Stunden gebraucht haben. Nach einer kleinen Stärkung nach der Ankunft haben wir uns ein Konzert zum Anlass der Eröffnung einer Literatur- und Kulturwoche angeschaut bevor wir dann auch bald danach schon wieder den Heimweg angetreten sind. Auf Grund des Staus hat sich die ganze Tour jetzt vielleicht nicht so mega gelohnt, aber immerhin hat man (kurz) was neues gesehn.

 

Am Donnerstag habe ich mein nächstes Referat in der Uni gehalten und von meinem Dozenten den Hinweis bekommen, dass ich doch vielleicht mal anfangen sollte zu unterrichten. Ein sehr liebes Kompliment aber hmm, nein ;) Meine erste Klausur habe ich auch wieder bekommen. 9,5 von 10Punkten, wenn ich es jetzt noch schaffe dass mit der Kurs angerechnet wird, wäre es perfekt :D Eigentlich hatte ich für Donnerstag auch einen Termin für ein telefonisches Bewerbungsgespräch, das allerdings kurzfristig verlegt wurde.

 

Gestern waren wir im Itaipava Stadion, oder auch besser bekannt als Arena Fonte Nova, dem Stadion in dem Deutschland seinen ersten Sieg der WM gefeiert hat. Mit dem Bus ist man von uns aus eigentlich relativ schnell da, nur leider war viel Verkehr, so dass wir gefühlt eine Ewigkeit gebraucht haben und das in einem mehr als übervollem Bus. Natürlich fällt man auch da mal wieder direkt auf und so hat eine Gruppe Brasilianer Hymnen auf unsere Namen gesungen, uns in kuriose Gespräche verwickelt und uns mit frisch geangeltem Fisch getatscht. „Yeah“ kann ich da nur sagen. Als wir fast da waren  habe ich dann versucht mich nach vorne durch zu kämpfen (Hier steigt man hinten in den Bus ein und vorne aus) haben ein paar Kinder noch versucht mich zu beklauen. Ich war so perplex als ich die Hand in meiner Hosentasche sah, dass ich nichts gemacht hab, außer die Drei mega böse anzugucken. Endlich angekommen haben wir uns in die Schlange für die Tickets eingereiht und wie Studenten dass nun mal so machen, haben wir uns die Karten mit dem Kommentar: Sechsmal die günstigsten Karten bitte! gekauft und sind so für nur 15Reais (ca. 5€) ins Stadion gekommen. Wir haben uns ein Spiel zwischen einer bahianischen Mannschaft und einer Mannschaft aus Sao Paulo angeschaut und wurden dabei stimmungsmäßig von mehreren Trommelgruppen begleitet. Leider ist unsere Mannschaft nicht so wirklich gut und wir haben verloren. Aber es war trotzdem ganz cool es sich hier mal anzuschauen. Als es zur Halbzeit angepfiffen wurde haben sich alle Schiedsrichter schnell auf einem Fleck versammelt, 6 Polizisten kamen angerannt, haben die Schieds- und Linienrichter eingekreist und sie vom Platz begleitet. Ja, hier läuft das alles etwas anders ;)

 

Heute Morgen hatte ich nun mein verlegtes Kennlern-/ Vorstellungsgespräch. Leider ist es hier ja tagsüber oft recht laut wegen der Baustelle und natürlich, 10 Minuten vor dem Termin ging der Presslufthammer an. Kurzerhand bin ich dann ins Badezimmer umgezogen. Für meinen Mitbewohner habe ich einen Zettel von außen an die Tür geklebt, dass ich ein wichtiges Gespräch habe und das Bad nun mal der ruhigste Raum in der Wohnung ist. Und dann saß ich da mit dem Headset auf, vor dem Laptop zwischen Klo und Waschbecken :D Das ist wirklich alles nicht mehr zu glauben hier… naja wie auch immer, das Gespräch lief meiner Ansicht nach eher enttäuschend.

 

 

 

Ich lade euch jetzt gleich nochmal ein paar Fotos hoch und dann geht ich los und kaufe Bustickets fürs Wochenende, denn dann geht’s für 4Tage in den Nationalpark „Chapada Diamantina“ :)

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So

26

Okt

2014

Warm gegen kalt

Heute in drei Monaten trete ich schon wieder den Heimflug an… Auch wenn ich mich jetzt schon wieder auf so viele Dinge freue (wie zB eine Waschmaschine mit warmen Wasseranschluss), kann ich es kaum glauben wie schnell die Zeit mal wieder verfliegt. Einmal gezwinkert und schon ist wieder eine Woche rum…

 

Der Sommer hier ist so langsam da. Passend dazu habe ich mir heute auch direkt einen Sonnenbrand eingefangen :-/ Abends bleibt es inzwischen auch warm, was schön ist wenn man abends draußen ist, was aber doof ist, wenn man schlafen möchte ;)  Neulich war ich morgens schon gegen kurz nach  6 hellwach und dann habe ich mich entschieden laufen zu gehen. Ja, ich war laufen und das auch noch um eine solche Uhrzeit :D aber prinzipiell ist das auch die einzige an der ich draußen sporttreiben kann, sonst ist es einfach zu warm.

 

Auch wenn die Leute hier größtenteils wirklich alle super nett und hilfsbereit sind, Service wird hier nicht sehr groß geschrieben... im Supermarkt steht man oft ewig an der Kasse, da kann ich es schon verstehen das so manch einer eine leere, kleine Wasserflasche aufs Band legt, weil er sie während des Einkaufs schon getrunken hat. Komisch finde ich es allerdings wenn man zwei leere Bierdosen aufs Band legt… In kleineren Läden sollte man auch immer selber mitrechnen. Die haben nämlich meist keine elektronischen Kassen und geben alles in ihren Taschenrechner ein und selbst damit passieren noch unzählige Fehler. Neulich saß eine Kassiererin vor mir die ewig gebraucht hat 3+5 zu rechnen und zu überlegen wie viel Geld ich nun wohl wiederbekomme. Grade in solchen Situationen merkt man, wie niedrig hier Teilweise die schulische Grundbildung ist.

 

Grade deshalb ist es umso interessanter was das Wahlergebnis nachher bringt. Heute war Stichwahl und nun hat hoffentlich dieses ganze Fahnengeschwinge, Flyer-Verteilen, Sticker-überall-Hingeklebe,…. ein Ende. Jetzt ist es halb 6, es dauert also noch ein bisschen. Ich bin nicht nur auf das Wahlergebnis sondern auch auf die Reaktionen hier gespannt und wie emotional und/oder aggressiv eventuell damit umgangen wird. Naja, ich werde davon berichten ;)

 

 

Gestern sind auch drei deutsche Kommilitonen von mir nach Salvador gekommen. Die machen ihr Auslandssemester in Vitoria, etwas 1000km weiter südlich und sind nun für ein paar Tage hier in Salvador. Nun zeigen wir ihnen ein bisschen dieses schöne Fleckchen von Brasilien!

Nun gehe ich mal Essen kochen…nachdem wir neulich Abend schon angefangen haben zu schnippeln, dann aber nach 2 Minuten die Flamme für die Pfanne wieder ausgegangen ist, unser Gas leer war, die Küche doch kalt bleiben musste und wir essen gehen mussten, weiß man das Kochen doch gleich noch wieder mehr zu schätzen ;)

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Mo

20

Okt

2014

Ein bisschen von allem

Letzten Dienstag waren wir abends wieder in der Altstadt um den Trommelgruppen und vielen Bands zu lauschen und ein bisschen zu tanzen. Bei einem Konzert von einem Musiker der hier sehr bekannt ist, haben wir dann auch promt unseren Zimmergenossen aus dem Hostel von letzter Woche getroffen. Da könnte man glatt vergessen, dass hier in der Stade 2,5Millionen Menschen wohnen.

 

Donnerstag habe ich nun doch tatsächlich meine erste Klausur geschrieben. Zu meiner Verwunderungen waren höchstens ein Drittel der Kursteilnehmer zur Klausur da… kurz danach hat uns aber ein Kommilitone erzählt, dass sich hier viele Studenten gefälschte Krankschreibungen kaufen um Klausuren später nachzuholen. Ja…warum auch nicht…

 

Abends waren wir dann bei einem Tanzkurs. Super anstrengend aber es hat mega viel Spaß gemacht. Das gut an dem Kurs ist, dass viele Tanzlehrer da sind und man quasi immer einen Tanzpartner hat, der einem alles nochmal erklären kann. Da gehe ich auf jeden Fall wieder hin, das gehört zu einem Aufenthalt in Brasilien ja auch einfach dazu!

 

Am Samstagabend war eine Art Fest direkt am Strand. Eigentlich war es nur ein großes Zusammenkommen von vielen Leuten bei dem alle paar Meter neue Leue zusammen Musik gemacht haben und sich Tanzflächen in den Mengen gebildet haben. Eine ziemlich schöne Atmosphäre, abends am Strand im Sand zu sitzen, Gitarren- und Trommelmusik zu lauschen.

 

 

 

Gestern wollte ich eigentlich in die Altstadt fahren und von dort in einen anderen Teil der Stadt der mir wärmstes empfohlen wurde. Nachdem ich dann aber 30Minuten in der Sonne an der Bushaltestelle stand und kein Bus kam der in die richtige Richtung fuhr, hatte ich dann keine Lust mehr zu warten und bin einfach an der Promenade entlang spaziert. Sonntags kostet der Bus nur die Hälfte, es waren nicht so viele Busse wie unter der Woche, viele Leute sind unterwegs,…sprich die Busse sind eh immer ziemlich voll, aber dass dann gar keiner kommt ist ja nochmal ein bisschen ärgerlicher.  An der Promenade war es ziemlich unentspannt, weil es riesiges Kinderfest stattgefunden hat. Hüpfburgen, Trampoline, Bühnen, überall Seifenblasen, zig Essensstände und hunderte von Menschen…ein entspannter Sonntagsspaziergang sieht wohl anders aus :D  

 

Um mal was anderes als nur Geschichten und Fotos mit euch zu Teilen ist hier mal der Link zu einem Lied über Salvador das ich sehr gerne höre. Sobald das irgendwo gespielt wird, singen alle mit...

http://www.youtube.com/watch?v=4J72uivK6Os

Falls es nicht funktioniert, das Lied heißt "Raiz de todo bem" von Saulo. :)

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Di

14

Okt

2014

Zurück in der Stadt

Die letzten vier Tage war in dem Ort Morro de São Paulo auf der Insel Ilha de Tinharé. Für den Hinweg hatten wir uns für den zwar längeren, aber preisgünstigeren Weg entschieden. Mit einer Fähre auf eine andere Insel, dann mit dem Bus zu einem anderen Fährhafen und dann nach Morro. Daraus wurde dann Fähre-Taxi-Taxi-Boot, preisgünstig war es nicht und es halt viele viele Stunden gedauert…

Als wir ankamen warteten schon einige Taxis auf uns die uns mit unserem Gepäck helfen wollten. Da die Insel aber fast autofrei ist, sind Taxis dort Schubkarren! Unsere Taschen konnten wir aber auch selber tragen und das Hostel war auch schnell gefunden. Das Hostel war super und es brauchte auch nur wenige Minuten um sich ein kleines bisschen in den Ort zu verlieben. Morro de São Paulo ist wirklich unglaublich schön!


Die Zeit dort haben wir damit verbracht uns die Strände anzuschauen, in der Sonne zu liegen, wunderschöne Sonnenuntergänge anzuschauen und Delfine im Meer zu beobachten. Für ein bisschen Nervenkitzel hat eine Seilbahn gesorgt die von einem Berg aus, auf 70Meter Höhe anfing 300Meter durch die Luft ging und mitten im Meer endete. Ich finde das Ganze hat den Namen Seilbahn wirklich verdient. In Deutschland hätte man für sowas wohl ein Drahtseil benutzt, aber hier es einfach ein Seil...

 

Einen Tag waren wir mit einem Schnellboot unterwegs und sind einmal und die Insel rum gefahren und haben zwischen durch Stopps zum Schnorcheln, Mittagessen, wandern etc gemacht. Bei solchen Touren ist es ja wirklich immer auch spannend sich die anderen Leute mal anzuschauen. Ein Pärchen hatte ihren kleinen Hund mit…auf einem engen Schnellboot…Frauchen hat sich mit einer Hand am Hosenbein von ihrem Liebsten festgekrallt und mit den anderen Hand den Hund versucht so fest zu halten, dass er nicht wegfliegt, er aber auch nicht zerdrückt wird. Natürlich ist der Hund irgendwann ins Wasser gesprungen, aber kein Problem, nach kurzem Gekreische war das Pullöverchen in der eigens für den Hund mitgebrachten Tasche gefunden. Sehr unterhaltsam kann ich euch sagen.

Ansonsten war die Tour echt super und man hat nochmal etwas mehr Überblick über die Insel und die Landschaft dort bekommen.

 

 

Abends werden am Strand immer Cocktail- und Crêpestände aufgebaut. Cocktails werden immer mit frischem Obst gemacht, dementsprechend spektakulär sahen teilweise die Stände aus. Crêpes mit Nutella und Banane gab es am Stiel. Mhmmm

 

 

Einen Vormittag sind wir mit dem Boot einen Ort weiter gefahren und dann den Weg bei Ebbe am Strand zurück gelaufen. Traumhafter Strand mit Palmen und Felswänden. Mache der Felsen sollen ganz besonderen Matsch an sich haben, den sich manche Leute auf den kompletten Körper schmieren für schönere Haut. Vom Strand aus konnte man auch direkt in die Behandlungszimmer des Krankenhauses gucken. In Morro gab es nur so ein kleines Gefährt mit einer Liege drin das als Krankenwagen fungierte. Damit wurden die Leute dann zum Hafen gebracht und ich vermute dass sie dann in dieses besagte Krankenhaus direkt am Strand gefahren wurden. Ein Glück mussten wir davon nichts in Anspruch nehmen.

 

 

Für den Rückweg haben wir uns dann wir ein Schnellboot entscheiden, dass direkt nach Salvador gefahren ist. Das hat nur 2Stunden gedauert und war im Endeffekt auch nicht viel teurer als unser komplizierter Hinweg. Leider war die Fahrt wirklich etwas rasant und Theresa wurde etwas Seekrank, aber nach der Ankunft ging es schnell wieder. So, nun lade ich euch noch ein paar Fotos von diesem bezaubernden Wochenende hoch J

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Do

09

Okt

2014

Viele schöne Sachen, die gibt es überall zu sehen...

Heute wäre eigentlich meine erste Klausur gewesen, aber der Dozent hat sich dann doch entschieden, dass wir sie erst Dienstag schreiben. Dienstag ist aber eigentlich keine Uni weil an allen Instituten der Uni Forschungsergebnisse etc. fortgestellt werden. Sein Kommentar dazu: Naja, dann gucken wir Dienstagmorgen ob wir einen Raum gekommen und wenn ja, dann schreiben wir und wenn nicht, dann halt nicht. Ja, was soll man da noch zu sagen… Ist ja kein Ding, ich fahr gerne morgens um halb 7 los um dann EVENTUELL eine Klausur zu schreiben. Da fällt einem echt nix mehr zu ein…

Naja, ich dachte mir, ich könnte auch mal darüber schreiben was man hier so alles tagtäglich beobachtet anstatt nur zu schreiben was ich immer so mache.

Fangen wir doch mal einer Kleinigkeit an, die mich jeden Tag wieder nervt. Die Wasserflaschen hier sind so voll, dass man sie das erste Mal nicht öffnen kann, ohne das sie überläuft. Manche laufen direkt über sobald man den Deckel nur ein kleines bisschen bewegt, bei anderen dauert es 2Sekunden länger. Das Ganze könnte funktionieren, wenn man die Flasche nicht anfassen müsste um sie zu öffnen… ihr merkt schon selbst, das haben sich sehr clevere Leute ausgedacht…

Ein andere sehr interessante Sache sind die Fußwege die ja an sich schon ein echtes Abenteuer sind, weil sie mit Schlaglöchern übersäht sind, ständig Bäume, Laternen und Strommasten im Weg stehen. Bis zur WM sollte ein Großteil der Fußwege hier in Salvador mit diesen gelben Steinen für Blinde ausgestattet werden. Sie arbeiten immer noch fleißig dran. Eine etwa 200 Meter lange Straße, die ich fast täglich laufe ist nun noch ca 6 Wochen fast fertig…in dem Tempo in dem die arbeiten, frage ich mich wie sie das überhaupt bis zur WM schaffen wollten. Diese besagten Steine, die ihr ja bestimmt auch alle kennt, sind hier auch grau und werden nach dem verlegen gelb angestrichen. Warum frag ich mich? Tut mir Leid, aber damit die Blinden die Steine besser sehen?!

 

 

Besonders schön werden die Fußwege wenn der Müll abgeholt wird. Müll wird hier nicht in Tonnen an die Straße gestellt, sondern einfach in Müllsäcken, bzw alten Einkaufstüten an die Straße geworfen. Mülltrennung gibt es natürlich auch nicht. Und da liegt nun der ganze Müll mit Essensresten und allem was man sich so vorstellen kann bei 30°C in der Sonne. Immer wieder schön kann ich euch sagen!

An sich geben sich hier alle (bis auf die geschätzten 2Milionen Hundebesitzer) echt Mühe die Gehwege und Hofeinfahrten sauber zu machen. Egal wo man hinsieht, überall fegen die Leute. Überall und immer!

 

Amüsiert habe ich mich neulich auch über eine Dosensammlerin. Viele Leute sammeln hier Bier- und Coladosen um das Geld für das Metall zu bekommen. Die gibt es in rauen Mengen und sowas wie Pfand gibt es hier natürlich auch nicht. Diese Sammlerin hatte ihre gesammelte Beute in ein paar Plastiktüten und hat diese dann blitzschnell vor die Reifen eines Busses an der Bushaltestelle gelegt. Als der los gefahren ist hat er alle Dosen platzsparend komprimiert :D Sehr genial.

 

Ganz niedlich zu beobachten sind die Affen die hier gelegentlich auch den Stromleitungen rumlaufen- und klettern, wie auf dem Bild zu sehen.

 

 

Nicht ganz so niedlich sind leider viele der Brasilianer/-innen. Prinzipiell ist es ja sehr gut, wenn jeder zu sich und seinem Körper steht und die Klamotten trägt die ihm gefallen. Aber das ist manchmal wirklich nicht so schön mitanzusehen. Bauchfrei trägt hier jeder, die Größe des Bauches ist dabei egal. Durchsichtige Oberteile liegen hier auch sehr im Trend. Immer wieder ein Augenschmaus sind auch die ganzen Brasilianer die in ihren knappen, oft weißen,  Bade“höschen“ die Promenade entlangstolzieren.

 

Ich meine all diese Prachtkörper, die so gar nichts mit den typischen brasilianischen Klischees zu tun haben die einem in den Kopf kommen wenn man an Brasilien denkt, kommen ja auch nicht von ungefähr. Hier wird einfach alles frittiert. Neben Bohnen und Reis und auch viel Gemüse und Obst gibt es hier wirklich sehr sehr viele, sehr sehr fettige Sache. Eine typische Beilage ist zum Beispiel auch „Farofa“ gebratenes Maniokmehl. Schmeckt so wie es sich anhört, nach gebratenem Mehl. Ein besserer Kommentar fällt mir dazu jetzt leider auch grade nicht ein…

 

 

Okay, ich will jetzt aber ja auch nicht nur komische Dinge erzählen, es gibt ja auch wirklich viele schöne Dinge hier!! Morgen geht es dann los noch ein paar mehr davon zu entdecken und es geht nach Morro de Sao Paulo J Montagabend bin ich wieder zurück, zu erreichn über die Zeit dann wieder mal nur über Whatsapp!
Ich meld mich nächste Woche ihr Lieben J

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So

05

Okt

2014

Königinnen der Straße

Ein „Hallo“ aus dem stürmischen Salvador!
Im Gegensatz zum letzten Wochenende hat der Wetterbericht dieses Mal recht behalten und der angekündigte Regen und der Sturm sind bzw waren da…

Donnerstag haben Theresa und ich uns spontan überlegt uns fürs Wochenende ein Auto zu mieten und ein bisschen die Küste in Richtung Norden hochzufahren. Dort fahren zwar auch Busse entlang, aber immer nur zu bestimmten Orten. Da wir kein konkretes Ziel hatten, dachten wir es ist schöner selber zu fahren und überall da anzuhalten wo wir es für lohnenswert halten ;) Ziel waren die „Linha de Coco“ die dann direkt in die „Linha Verde“ übergeht (Kokosnusss- und Grünestraße).
Freitagmorgen sind wir dann also mit gepackten Taschen zu einer Autovermietung gefahren  und dann gings auch schon los: Rein ins Auto und ab in den chaotischen, brasilianischen Verkehr… die ersten paar Kilometer habe ich mich wie ein Fahranfänger gefühlt :D Keine Fahrbahnmarkierungen auf drei- (oder vier-?!) spurigen Straßen, Motorräder die sich überall dazwischenquetschen, rote Ampeln werden ignoriert, lebensmüde Fahrradfahrer,… man muss sich einfach ein bisschen der brasilianischen Liebe zur Hupe annehmen und dann klappt das ganz gut! Das Problem war, dass die Autovermietung leider kein Navi mehr hatte und die Karten die sie und mitgegeben haben nur für Salvador waren. Wir sind also nur mit der kleinen Karte aus dem Reiseführer los. Nach einer kurzen Verwirrung hatten wir dann aber auch schnell den richtigen Weg gefunden und konnten schon bald am ersten Ort haltmachen und an einem traumhaften Strand spazieren gehen. Weißer Sand der unter den Füßen quietscht, Palmen entlang des Strandes, klares, warmes Wasser,… wirklich schön J!
Anschließend ging es ein paar Kilometer weiter und dann zum nächsten Strand und wieder ein paar Kilometer weiter,… Am Nachmittag erreichten wir dann „Praia do Forte“ ein Ort der für seine Strände und Schildkröten hier in der Gegend berühmt ist. Schon die Einfahrt zu dem Ort war echt schön und die Hauptstraße der „Stadt“ war super süß, mit vielen kleinen Läden und Restaurants. Ein perfekter Ort für ein Mittagessen. Anschließend haben wir uns dann das Schildkrötenprojekt im Ort angeschaut. Nach ein paar weiteren Kilometern erreichten wir den Ort an dem wir die Nacht verbringen wollten. Dort haben wir auch prompt ein paar Bekannte getroffen. Allerdings war der Ort sehr klein und auf den ersten Blick nicht übermäßig einladend, so dass wir nur einmal über die Dünen spaziert sind und dann noch ein Stückchen weiter gefahren sind. Leider war der nächste Ort, der im Reiseführer sehr gelobt wurde, privatisiert und wir kamen gar nicht erst rein, als wir im nächsten Ort angekommen sind, war es bereits stockdunkel, so dass wir uns wohler gefühlt haben wieder zurück nach Praia do Forte zu fahren um über Nacht dortzubleiben.
Am nächsten Morgen holte das schlechte Wetter uns ein und es war stürmisch und regnerisch. Anstatt an jedem weiteren Ort anzuhalten machten wir uns auf den Weg zu dem nördlichsten Ort den wir besuchen wollten: Mangue Seco. Leider wurde das Wetter nicht besser, die Beschilderung  fehlte und die Straßen wurden immer schlechter. Ende vom Lied, auch nach mehreren Versuche haben wir den Ort nicht wirklich gefunden. Wir müsse auf jeden Fall ganz in der Nähe gewesen sein als wir in einem kleinen Ort zu Mittag gegessen haben ;). Wir entschieden uns nicht weiter zu suchen und uns auf den Rückweg zu machen. Es gab immer mal wieder ein paar trockene 10Minuten, aber im strömenden Regen machen selbst Strandspaziergänge keinen Spaß ;). Wir haben nur noch einmal für ein Eis gestoppt und sind dann wieder nach Salvador gefahren,…. Auch wenn das Wetter am Samstag nicht so mitgespielt hat war es eine super Tour und hat echt Spaß gemacht J!

Nun muss ich mal ein bisschen mit meinen Unisachen voran kommen. Donnerstag steht schon die erste Klausur an und für den Portugiesischkurs, der letzte Woche angefangen hat muss ich auch noch einiges machen. Der Sprachkurs ist auf Projekte aufgebaut die sich mit der Kultur hier und Salvador im Allgemeinen beschäftigen. Dadurch hat er nicht so den typischen Sprachunterrichtcharakter, ist aber auch ein bisschen arbeitsintensiver…
Morgen steht noch ein Museumsbesuch an, Dienstagabend Sambatanzen,… und Freitag geht es dann ja auch schon wieder los nach Morro de Sao Paulo, nachdem wir vor zwei Wochen unsere Hostelreservierung auf dieses Wochenende umgelegt haben…

 

 

 

Heute waren die Präsidentschaftswahlen hier in Brasilien. Ein Ereignis dass noch um einiges teuer ist als die Weltmeisterschaft es war…ich bin gespannt wie das Ergebnis nachher ausgeht…

Bilder sind natürlich auch hochgeladen ;)

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Mo

29

Sep

2014

Planänderung

Die Tage verfliegen und jeden Abend liege ich im Bett und denke, Mist, jetzt hast du wieder vergessen einen neuen Bericht zu schreiben…

 

Letzten Donnerstag haben wir uns entschieden unseren Wochenendtrip nach Morro de São Paulo abzusagen, bzw zu verschieben. Es hat so viel geregnet letzte Woche und die Vorhersage für das Wochenende sah nicht viel besser aus. Also haben wir das Hostel spontan nochmal umgebucht und fahren nun erst in zwei Wochen. Alle sagen schon, dass es so ungewöhnlich ist, dass es im September noch so viel regnet, aber dass wir uns freuen sollen, weil wir uns bald wünschen werden dass es regnet :D

 

 

Der neue Plan für das Wochenende war dann ein Tagesausflug nach Kaonge, einem sogenannten „Quilombo“. Quilombos sind Dörfer, die von ehemaligen Sklaven gegründet wurden als sie aus der Sklaverei freikamen und inzwischen Leben die Menschen der (über-) nächsten Generation dort. Normalerweise sind diese Dörfer nicht einfach für Besucher frei, aber am Samstag war ein großes „Austernfest“ dort, mit vielen kulturellen und geschichtlichen Informationen, traditionellem Essen und Seminaren zu bestimmten Themen.
Recht früh morgens hat uns eine Kommilitonin abgeholt (sie ist eigentlich Tourguide und studiert nur nebenbei) sie hat uns gefragt ob wir dort mit hin wollen. Vorort wurden dann einige Reden gehalten und selbst produzierte Sachen verkauft. Wir haben an einem Seminar zum Gestalten von T-Shirts teilgenommen und ein kleines Mädchen hat versucht uns Samba beizubringen. Das Wetter war super und entgegen der Vorhersage war es super warm. Leider gab es nicht so viele Sitzmöglichkeiten, was auf Dauer etwas anstrengend war. Zwischendurch wurde noch die Flucht der Sklaven und die Jagd auf sie in einem Theaterstück nachgespielt. Allerdings nicht auf einer Bühne sondern einfach zwischen allen Zuschauern, was  am Anfang wirklich etwas furchteinflößend war… Nach ein bisschen live Musik und Samba, haben wir uns dann wieder auf den knapp 2 Stündigen Rückweg gemacht.

 

Der baulärmfreie Sonntag musste natürlich erstmal zum Ausschlafen genutzt werden;) Und dank meiner neuen Errungenschaft geht das nun noch viel besser. Ich habe mir eine Luftmatratze gegönnt und schlafe nun zwar etwas wackelig mit einer dünnen Matratze auf einer Luftmatratze auf dem Bett, aber es ist endlich nicht mehr hart :) :) Nachmittags war ich an der Promenade an der ein Markt war, allerdings war es so warm und es waren so viele Leute unterwegs, dass ich es dort nicht ganz so lange ausgehalten habe…

 

Den heutigen Tag habe ich vor allem mit dem Schreiben von Bewerbungen verbracht, aber nun, wo die Mittagssonne so langsam nachlässt, wird es Zeit mal wieder ein bisschen am Strand zu entspannen und sich im Meer ein bisschen Abkühlung zu verschaffen Also bis bald!

 

 

PS: Fotos von Samstag habe ich natürlich auch hochgeladen!

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So

21

Sep

2014

Von einem Fest zum nächsten Fest

Ein kunterbuntes Wochenende geht zu Ende!
Freitag sind wir nach dem Frühstück direkt zum Strand um eine Runde zu schwimmen. Auch um 9Uhr morgens wird einem da schon ein Caipi angeboten :D Das unpraktische am schwimmen gehen am Strand ist ja immer die Sache mit den Wertsachen. Klar, wenn ich nur zum Schwimmen hingehe habe ich außer einem Handtuch und dem Haustürschlüssel nichts dabei...aber damit auch der Schlüssel nicht geklaut wird, vergraben wir ihn immer in einer kleinen Tasche unter unseren Handtücher. Ich warte noch auf den Tag an dem wir ihn nicht mehr wieder finden :D

Nachmittags sind wir dann mit dem Bus einmal quer durch die Stadt zu einem anderen Shoppingcenter gefahren. Die Rücktour hat wegen dem Feierabendverkehr fasst doppelt so lange gedauert und so saßen wir wohl mehr Zeit im Bus als wir im Shoppingcenter waren. Aber das schont immerhin den Geldbeutel;)
Nach einer kurzen Dusche ging es dann zu Freunden. Eine brasilianische Freundin hatte uns für einen Klub ganz in der Nähe auf die Gästeliste setzten lassen. Der Laden war kleiner als gedacht, aber es lief etwas internationalere Musik, was mal wieder großartig war :) Ich mag brasilanische Musik eigentlich wirklich...aber nicht ständig und immer :D

Samstag ging es zum "Frühlingsfest" ein paar Kilometer weiter den Strand runter. Ein rießiges, kostenloses, zweitäiges Festival mit ganz viel Musik, Marktständen, Essensständen,....die Stimmung dort war echt super, allerdings waren so viele Leute da, dass man sich keinen Zentimeter mehr bewegen konnte...

Heute war eine Parade die man wohl mit dem Christopher Street Day vergleichen kann. Ein rießiger Platz mit Bühnen, Ständen und tausenden von Leuten und große Carnevals Wagen in einem Umzug. Auch hier war die Stimmung wieder super, es gab einiges zu bestauen und ich musste feststellen, dass so einige Männer wesentlich besser in Highheels laufen können als ich ;)

Bei den Festen hier ist von jung bis alt wirklich immer jeder mit dabei und jeder fängt bei dem kleinsten Anklang von Musik an zu tanzen und mitzusingen. Das ist irgendwie schon immer eine ganz besondere Atmosphäre :) Allerdings sollte man sich, wie bei so einigen Dingen hier, besser keine Gedanken darüber machen, was wohl ist wenn was passiert. Auf dem Festival liefen zwar einige Polizisten rum, aber Sanitäter hat man keine gesehen und um sich wieder frei bewegen zu können musste man sich erstmal 15Minuten durch dichte Menschenmengen drängen. Heute gab es auch keinerlei Absperrungen, die großen Wagen mit der gnadenlos lauten Musik sind einfach Mitten durch die Menschenmengen gefahren. Ach ja, vielleicht gewöhne ich mich da ja auch noch irgendwann dran....

Nun wird es Zeit die Füße vom ganzen Tanzen mal etwas zu entspannen, Fotos laden ich gleich noch hoch, bis bald :)

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Do

18

Sep

2014

Zeit für Pläne

Nun bin ich schon seit vier Wochen hier. Es kommt mir noch gar nicht wie vier Wochen vor... die Zeit rennt mal wieder!! So langsam wird es deshalb auch Zeit mal ein paar genauere Pläne zu schmieden für die Zeit die ich noch hier bin. Salvador liegt in so einem schönen Bundesstaat, da möchte ich ja auch gerne ein bisschen was von sehen. Das erste geplante Ziel heißt "Morro de Sao Paulo" und ist eine Insel vor Salvador. In 1,5Wochen gehts los! Aber auch die Zeit hier in Salvador will ein bisschen geplant werden. Daher haben wir gestern einen Jogakurs ausprobiert, den wir nun einmal die Woche machen werden :). Die unspaßigste Planung von allen ist das Bewerbungschreiben für mein geplantes Praktikum... Aber auch das geht voran!

 

Heute Mittag sind wir spontan in den Zoo von Salvador gefahren. Alles sehr interessant muss man sagen... also Eintritt musste man nicht bezahlen, aber viele Tiere hat man auch nicht gesehen :D Viele Gehege waren leer! Die Emus haben mich ein bisschen nach Australien zurückversetzt :)
Anschließend haben wir uns mit ein paar Leuten am Strand getroffen. So ein voller Strand ist wirklich ein bisschen anstrengend wenn man von allen Seiten angestarrt und angequatscht wird. Manchmal kommt es einem vor als hätten die Leute noch nie einen weissen Menschen gesehen. Aber das Wetter war heute traumhaft und das Wasser super angenehm zum Schwimmen. Außerdem liebe ich es, dass man, auch wenn man schon lange nicht mehr stehen kann, immer noch den Meeresgrund sehen kann weil das Wasser so klar ist :) Mit dem schönen Sonnenuntergang kam dann auch die Aufbruchsstimmung auf und es ging ab nach hause...

 

Die gruseligste Nachricht des Tages war der Fund von zwei Leichen, direkt 10 Minuten zu Fuß von mir. Heute Morgen wurden zwei Leichen im Wasser treiben sehen. An Ziegelsteine gefesselt und voll Schußwunden... Naja, mehr muss ich wohl nicht sagen. Letzte Woche wurde schon eine von uns überfallen, aber das ist ja nochmal eine ganze Nummer härter. Ein Gefühl von Sicherheit ist wohl was anderes, aber Kriminalität gibt es ja bekanntlich überall.

Morgen früh ruft wieder die Uni! Mein Problem ist einfach, dass 7Uhr Unterrichtsbeginn echt früh ist und der Professor den ich dann habe einfach wirklich kein gutes Seminar gibt. Das zusammen ist eine grausame Mischung und ich muss jedes Mal mit mir kämpfen nicht einzuschalfen. Nach diesem tollen Professor essen die Leute in England übringens auch nur Brot und Kartoffeln. Ja genau, kennt doch jeder dieses englische Essen, ach nee, ´tschuldigung, englisches Essen gibt es ja nicht....aaaahhhhh. Ihr merkt schon, auch fachlich finde ich diesen Mann wirklich großartig :-/....Naja, immerhin ist das andere Seminar super :)

 

Um meine Chancen zu verbessern während des Seminars morgen früh wach zu bleiben, sollte ich jetzt besser schlafen gehen. Gute nacht ihr Lieben

 

 

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So

14

Sep

2014

Es entwickelt sich etwas wie Alltag :)

Und da ist das Wochenende auch schon wieder rum. Aber das macht ja nichts, montags habe ich ja auch frei;)
Die letzten Tage waren recht entspannt. Letzten  Donnerstag haben Theresa und ich uns noch mit zwei Kommilitonen zum Mittag getroffen. Anschließend haben die Beiden uns noch ein bisschen auf dem Campus rumgeführt und uns ein paar Sachen gezeigt und erklärt die wir noch nicht wussten.  Anschließend waren wir Bikinis shoppen. Vor meinem Abflug dachte ich mir: Nee, ich kaufe doch jetzt nicht noch einen Bikini in Deutschland wenn ich nach Brasilien fliege, den kann ich doch viel besser da kaufen. Was ich natürlich nicht bedacht habe; Brasilianerinnen tragen Bikinis die aus etwas weniger Stoff bestehen als ich es so gewohnt bin :D. Es hat ein bisschen gedauert aber dann habe ich doch noch einen gefunden!

Freitag waren wir dann bei der Kirche „Bonfim“ die an einem Ende von Salvador liegt. Von der Kirche werden in der ganzen Stadt auch immer bunte Armbänder verteilt, die Wünsche erfüllen sollen. Die Bänder seht ihr auch auf einem Foto in der Galerie. Von der Kirche aus hatte man einen wunderschönen Ausblick auf die Skyline von Salvador und auf ein paar Strände. Da konnten wir natürlich nicht widerstehen und sind direkt mal zu einem Strand gelaufen und ein bisschen spazieren gegangen. Die Gegend dort war nicht sehr touristisch und ich hatte ein sehr gemischtes Gefühl als wir dort lang gelaufen sind. Super schön aber besser nicht die Kamera oder ähnliches aus der Tasche holen… ich denke ihr wisst was ich meine!
Abends haben wir dann nochmal brasilianisch gekocht. Also eigentlich hat ein Brasilianer alleine für uns alle 10 gekocht, aber wo ist da schon der Unterschied ;)

 

Gestern und heute haben wir die Tage am Strand genossen. Der Hauptstrand hier wo ich wohne war heute allerdings soo voll. Man hat eigentlich gar keinen Sand mehr gesehen weil alles vor war mit Leuten. Wir sind dann ein paar Meter weiter an den nächsten Strand gegangen, der nicht ganz so voll war. Entspannung sieht aber trotzdem anders aus. Die Leute verkaufen hier alles am Strand. Von Sonnenbrillen über Bikinis, Tücher, Schmuck, Chips, Käse (Käseverkäufer haben immer ihren Grill dabei um den Käse dann direkt zu grillen), Eis, Bier, Deko,… dementsprechend oft wird man angequatscht. Aber auch daran habe ich mich irgendwie schon gewöhnt.

 

Neulich Abend haben wir zusammen mit unserem Mitbewohner und einem koreanischen Freund von ihm einen Film geschaut. Schön mit Beamer auf der kompletten Wohnzimmerwand. Ja, das war schon ziemlich nett!!

 

Als wir neulich in der Altstadt waren habe ich mich schon gewundert wieso an einem Platz ein Micheal Jackson Plakat von einem Balkon herunter hängt und eine Micheal Jackson Pappfigur auf em Balkon steht. Inzwischen habe ich herausgefunden warum das so ist. Auf dem Platz wurde nämlich der Großteil vom Musikvideo zu Micheal Jacksons Lied "They don't care about us" gedreht. http://www.youtube.com/watch?v=QNJL6nfu__Q
Könnt ihr ja mal einen Blick drauf werfen ;)


Den Abend heute habe ich damit verbracht nach Praktikumsplätzen zu suchen und meinen Lebenslauf zu überarbeiten. Man muss ja auch schon mal an die Zeit nach diesem ganzen Strandleben denken ;)

So ihr Lieben, nun ist‘s gut für heute ;)

Achso, ich hab ein paar neue Fotos zu den Fotos "Salvador" hochgeladen!

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Mi

10

Sep

2014

Ich darf bleiben ;)

Heute waren wir bei der Policia Federal um uns zu registrieren. Die hat ihren Sitz am Flughafen und für den Weg braucht man mit dem Bus etwas über eine Stunde. Da es aber ja auch keine Busfahrpläne gibt, muss man immer etwas mehr Zeit einplanen für den Fall dass es dauert bis der richtige Bus kommt. Um 2 hatten wir unseren Termin, wir waren dann aber schon um 1 da und sind erstmal durch ein paar Geschäfte geschlendert und haben zu Mittag gegessen. In den Unterlagen stand dass man ca.15 Minuten vor seinem eigentlichen Termin da sein soll. Warum die überhaupt Termine vergeben, hab ich bis jetzt noch nicht verstanden. Man musste eine Nummer ziehen und  für den Termin hat sich niemand interessiert. Inclusive warten, Unterlagen abgeben und zig Fingerabdrücken  waren wir über 1,5 Stunden da. Aber immerhin gab es keine Probleme! Wir hatten alle Unterlagen, alles war richtig und es wurde nichts bemängelt. Nachdem dann endlich mal ein Bus kam der in unseren Stadtteil fuhr bin ich schon ein Stück „vor zuhause“  ausgestiegen um ein bisschen am Wasser spazieren zu gehen und nach der ganzen Sitzerei noch ein bisschen Bewegung zu bekommen.

 

Am Dienstag waren wir pünktlich (wie immer ;) ) um 7Uhr in der Uni. Nur war niemand sonst da. Einer unserer Kommilitonen kam zufällig vorbei und hat uns erzählt dass Freitag ein Zettel an dem Raum hing, dass der Unterricht ausfällt. Ja Mensch, das ist ja praktisch, freitags einen Zettel aufzuhängen dass am Dienstag ein Kurs ausfällt. Eine Rundmail wäre wohl zu viel Aufwand gewesen. Also haben wir von 7-9 rumgesessen und unserem, uns durch die Lappen gegangenen, 2 Extrastunden Schlaf hinterher getrauert.

Im anschließenden Kurs habe ich dann mein erstes Referat hier an der Uni gehalten (in einem Englischkurs/ auf Englisch!). Nach dem Unterricht kam ein brasilianischer Kommilitone zu mir, gab mir die Hand und hat mir zu meiner tollen Präsentation gratuliert. :D :D :D Sowas ist mir ja auch noch nie passiert. Und ein Anderer hat sich bei mir entschuldigt, dass er die Geschichte über die ich referiert habe nicht gelesen hat! :D Hach, die Leute in der Uni sind schon echt alle mega nett! Ich hab übrigens auch ein paar Fotos vom Unicampus hochgeladen!

Die letzten Tage war das Wetter irgendwie nicht ganz so prickelnd. Also es ist trotzdem mega warm, aber es ist recht windig und regnet immer mal wieder. Die letzten beiden Male die wir am Strand lagen waren recht unentspannt weil es nach kürzester Zeit angefangen hat zu regnen. Außerdem haben wir das mit der Flut und der Ebbe noch nicht so raus. Wenn wir zum Strand wollen, gehen wir halt einfach, ohne vorher nachzuschauen ob überhaupt grade Ebbe ist. Bei Flut hat man nämlich an den meisten Stränden hier keinen cm mehr Platz um sich hinzulegen. Aber da gewöhnen wir uns sicher auch noch dran. Ist ja auch nicht so, als wenn das nicht auch grade schon Meckern auf recht hohem Niveau ist ;) :D


Aber ich muss auch sagen, aus Deutschland erreichen mich im Moment nur doofe Nachrichten: Oh Frau Reck, tut uns Leid, sie bekommen kein Auslandsbafög. Oh Frau Reck, alle haben schon die Note für die eine Klausur, nur ihre liegt nicht vor. Ach was, ist nicht so als wenn das eh die Klausur war die ich von vor einem Jahr nachholen musste und der Dozent mich eh schon nicht abkann. Klar, da kann man schon mal die Note, oder vielleicht ja die ganze Klausur, verlegen. AAAhhhhh. Und mal wieder ist da niemand für zuständig. Ich bin mal gespannt ob das Problem Morgen geklärt werden kann.

Wahrscheinlich rege ich mich jetzt umsonst wegen dieser blöden Klausurnote auf und Morgen ist alles gut, aber sowas kann einem schon ein bisschen die Laune vermiesen.

 

 

 

Naja, was solls, nun wird erstmal der restliche Abend genossen und dann geschlafen J

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So

07

Sep

2014

Man kann ja nicht alles haben

Hallo ihr Lieben, da bin ich mal wieder!
Die letzten Abende waren wir immer unterwegs, da bin ich irgendwie nicht dazu gekommen was zu schreiben.

 

Nun ist es Sonntagmittag und heute war der erste Morgen an dem ich einfach schlafen konnte. Kein Baulärm, nur die ätzende Hunde vom Nachbarn. Aber ich will ja nicht so anspruchsvoll sein, ein Tag ohne Presslufthammer etc reicht ja erstmal :)! Dazu kommt noch, dass mir eine Konstruktion gebaut hab ;) mit der ich meinem großen Strandhandtuch als Vorhang benutzen kann und es somit nicht mehr um kurz vor 6 schon taghell ist in meinem Zimmer. Nun hab ich zwar ein Handtuch weniger aber naja...
Auch passend zur Überschrift: Als ich neulich in meinem Zimmer saß und was am PC gemacht hab ist Theresa duschen gegangen. Soweit nichts ungewöhnliches....genau in dem Moment als sie die Dusche angemacht hat, ist das Licht in meinem Zimmer dunkler, und der Ventilator langsamer geworden...naja, Strom für alles gleichzeitig wäre ja auch zu schön ;)
Wäsche waschen ist hier auch immer spannend. Wir haben noch nicht rausgefunden hab es an der Waschmaschine oder am Waschmittel liegt, aber saubere Klamotten kommen da nicht immer bei raus.

Letzten Donnerstag haben wir in den Geburtstag von einer anderen deutschen Studentin reingefeiert. Leider hab ich da schon gemerkt, dass es meinem Hals nicht so wirklich gut geht. Freitag war dann die offizielle Willkommensveranstaltung für internationale Stundenten in der Uni. Neben so einigen Infos haben wir auch eine Tasche, ein T-Shirt und eine Trinkflasche bekommen. Wie André so schön sagte: Wie zur Einschulung ;)

In den letzten Tagen waren wir zweimal am Strand um den Sonnenuntergang anzuschauen. Das ist echt super schön. Irgendwas scheine ich ja doch richtig gemacht zu haben in den letzten Jahren, dass ich nun hier sein kann und all solche schönen Dinge genießen kann :)

Gestern haben wir uns mit einigen anderen deutschen Studenten und Brasilianern getroffen um typisch brasiliansch zu kochen. Fragt mich nicht wie dieses eine Gemüse hieß, aber im rohen Zustand war es echt sehr unappetitlich.  Sobald man diese schotenartigen Dinger aufgeschnitten hat, kam einem Schleim und im schlimmeren Fall auch noch ein Wurm oder ähnliches entgegen. Ich glaube wir haben mehr von den Teilen weggeschmissen als wir am Ende zum Kochen benutzt haben. Im Gericht schmeckten sie dann eigentlich sogar ganz gut, aber nein, die Dinger werde ich nie wieder kaufen :D
Nach dem Essen haben die Brasilianer uns dann noch ein bisschen brasilianischen Tanz beigebracht. Wären angetrunkene brasilianische Männer nicht so aufdringlich hätte das Ganze bestimmt noch etwas mehr Spaß gemacht;)

 

Bei solchen gemischten Runden wechselt die Sprache irgendwie im Minutentakt. Deutsch, Englisch, Portugiesische,... Und ich muss auch sagen, egal mit wem man sich hier so unterhält, es gibt wenige die noch nicht überfallen worden sind. Man sollte also wirklich immer noch ein bisschen mehr Geld versteckt bei sich haben und entweder nach einem Überfall noch was überzuhaben um nach hause zukommen oder auch, um dem "Räuber" noch mehr geben zu können. Einige haben nämlich  auch erzählt dass die Räuber recht sauer wurden wenn man nicht mehr Geld dabei hatte und einem das nicht geglaubt haben. Und wenn man schon ausgeraubt wird möchte man sein Gegenüber ja nicht auch noch sauer machen.

Schon ein bisschen absurd, dass man jedes Mal wenn man ab dem späten Nachmittag das Haus verlässt es so plant, dass man Geld für einen Überfall bei hat. Aber naja, bis jetzt ging ja noch alles gut und ich will es ja nun auch nicht herbeischreien, nur sollte man sich vorher einfach mal damit beschäftigt haben:"Was wäre wenn..."


Inzwischen haben wir auch herausgefunden was wir noch alles für unsere Anmeldung bei der Polizei brauchen. Neben mehreren Formularen mussten wir nun auch noch Passfotos machen und mehrere Gebühren bezahlen. Nun sollten wir alles beisammen haben damit bei unserem Termin am Mittwoch alles klappt.

So, Theresa telefoniert grade für mich mit Michael, weil ich leider inzwsichen überhaupt nicht mehr sprechen kann und nun doch glaube, dass es nicht reicht nur Tee zu trinken und ich mich nun mal wegen Medikamenten beraten lassen (Seine Frau ist Krankenschwester). 

Ich glaube mehr Spannendes gibt es grade nicht so zu erzählen, und falls mir gleich doch noch was einfällt melde ich mich nochmal ;)

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Mi

03

Sep

2014

Warten, Warten, Warten

Selbst wenn man weiß was man braucht, dauert ein Einkauf immer ewig. Die Kassierer arbeiten in ihrer ganz eigenen Geschwindigkeit, machen Kunden sortieren ihre Einkäufe auf dem Laufband noch dreimal um, die Laufbänder sind so kurz, dass es ewig dauert einen großen Einkauf überhaupt darauf zu legen und wenn man dan endlich dran ist, ist das Wechselgeld leer. Ahhhhhh! Da komm ich mit meiner Ungeduld wirklich jedes Mal an meine Grenzen;). Jetzt grade warte ich zum Beispiel auf unseren Hausmeister der kommen wollte um unsere Klingel zu reparieren...joa, das bleibt wohl auch bei "wollte".

 

Heute Morgen waren wir nochmal in dem Büro für internationale Stundeten und habe unsere Kursliste korrigiert. Das ging zur Abwechslung mal ziemlich schnell! Am Freitag findet eine Art Willkommens- und Einführungsveranstaltung für alle "Austauschstudenten" statt. Ich bin sehr gespannt wie das wird.

 

Vorhin habe ich dann versucht durch die ganzen Ausweisbestimmungen hier in Brasilien durchzusteigen. Mein Visum habe ich ja in Frankfurt beantragt und bekommen, aber man muss sich hier innerhalb von 30 Tagen nach Einreise bei der "Policia Federal" melden um das Visum komplett gültig zu machen und um einen Ausweis oder so zu bekommen. Soweit so gut. Das hat man uns in der Botschaft in Frankfurt ja auch gesagt. Nur muss man auch noch ein Formular ausfüllen, das es erstmal zu finden galt. Passfotos, Geld für eine Gebühr und einen Termin brauch man auch noch. Mal sehen, ein Formular habe ich ausgefüllt und einen Termin habe ich für nächste Woche auch gemacht, mal sehen ob das alles so klappt.

 

Jetzt grade habe ich ein Referat für Morgen vorbereitet. Ich hab' zwar nicht so viele Kurse, aber ganz untätig bin ich ja nun auch nicht;)! Ja ja, da kommt schon richtiger Unistress auf ihr Lieben, ich sag euch das ;) :D

Morgen treffe ich mich nach der Uni noch mit einem Kommilitonen aus einem meiner Englischkurse um Englisch bzw. Portugiesisch zu üben. Sein Englisch ist grausam und naja, mein Portugiesisch nun mal auch, da kann man ja mal versuchen sich gegenseitig zu helfen.

 

Ansonsten gibt es nicht so viel Neues...so langsam pendelt sich hier alles ein. Die Ameisten werden weniger, der Baustellenlärm und das Hundegebell bleiben unverändert auf einem viel zu hohem Pegel, unserer Mitbewohner ist einfach ein bisschen komisch und, ach ja, das Wetter ist und bleibt super :)! ;)

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So

31

Aug

2014

Die Zeit einfach mal vergessen

Mein zweites Wochenende hier in Brasilien geht zu Ende und ich muss sagen, es war wirklich herlich!
Am Freitag habe ich nochmal einen Versuch gestartet um mir ein Portugiesischseminar anzuschauen. Leider war ich die Einzige die da war, scheint also, als fängt der Kurs erst nächste Woche oder so an. Es ist schon etwas ärgerlich wenn man morgens extra zur Uni fährt und dann so ganz alleine vor einem leeren Raum steht. Aber naja... Ein kleiner Bummel durchs Shoppingcenter und ein ausgiebiger Strandbesuch retteten den Tag. Eine Armbanduhr trage ich hier sowieso nie und wenn ich zum Strand gehe nehme ich mein Handy auch nicht mit. Es ist so entspannt nicht ständig auf die Uhr zu schauen / schauen zu müssen, sondern einfach mal den Moment zu genießen!

Samstag ging es schon früh los zur Fähre. Wir waren 9 Leute und mussten erst mit der Fähre rüber nach Itaparica (die Insel auf der wir letztes Wochenende waren) und dort das Boot abholen das Michael gemietet hatte. Für 10 Leute (wir 9 und der Fahrer)+ Gepäck und Essen für eine Nacht war das Boot recht überschaubar ;) Aber wirklich ganz cool. Wir waren noch nicht mal ganz los, da hatten wir alle schon nur noch Badesachen an. Das Wetter war super und zwischendurch hielten wir an super schönen Stränden um zu baden. Irgendwann holten die Segelboote der Regatta uns dann ein und wir waren mittendrin im Geschehen. Im Zielhafen gab es abends ein großes Fest mit live Musik und vielen Ständen etc. Um von unserem Boot an Land zu kommen haben wir ein Wassertaxi genommen, also quasi ein kleines, motorisiertes Kanu;) Die Fahrt war zwar kurz, aber grausam :D ich rechnete jede Sekunde damit, dass wir umkippen würden. Ganz standesgemäß haben die Herren der Runde uns Mädels dann vom Boot aufs Trockene getragen...
Bevor wir zum Fest gingen, liefen wir noch ein bisschen im Ort rum, schauten uns um und gingen in einem kleinen "Restaurant" essen. Einer von uns war innerhalb weniger Minuten verschwunden und hat sich, während wir anderen gegessen haben, mit einer brasliansichen Familie angefreundet die im ersten Stock ein Familienessen hatte :D. Ein Pickupfahrer nahm uns 9 dann später auf seiner Ladefläche mit zurück zum Festplatz wo wir ein bisschen feierten. 

Zurück aufs Boot ging es wieder genauso gruselig, allerdings nur auf Umwegen, da unser Boot umgeparkt wurde und wir es zu erst zwischen den ganzen anderen Booten im Dunkeln, nicht mehr wieder gefunden haben... bis jeder einen Schlafplatz gefunden hatte, dauerte es etwas. Ich machte es mir auf einer etwa 30cm breiten Bank mit meiner Tasche als Kopfkissen bequem. Nachts wurden einige Schlafplätze von einem Regenschauer geflutet. Dieser verdammte Winter hier in Brasilien ;)


Zusammen mit dem Sonnenaufgang haben wir dann heute gegen 5.30Uhr angefangen das Boot wieder startklar zu machen und sind den Rückweg angetreten. Der erste Halt war in einem kleinen Dorf in dem wir frühstücken wollten. Jedes Haus in einer anderen Farbe, Kühne die von Hunden am Strand gejagt wurden, aber kein Frühstück. Das nächste Dorf das wir ansteuerten war etwas größer und wirklich süß. Für 10 Reale (ca. 3,30€) haben wir dann in einem Hotel ein Frühstücksbuffet bekommen. Wir blieben ein paar Stunden bis zum Mittagessen und nutzen die Zeit um Schlaf nachzuholen, zu relaxen und um zu baden. Gegen halb 6 waren Theresa und ich wieder zu hause und haben uns einen entspannten Abend gemacht, nun ist es kurz vor 10 und bin total kaputt, ein bisschen sonnenverbrand und zu faul um noch Fotos hoch zu laden, darauf müsst ihr nun also noch einen Tag warten. Und obwohl ich seit einigen Stunden von Boot und Fähre runter bin hab ich das Gefühl als würde immer noch alles schaukeln...ich weiß schon warum ich eigentlich lieber festen Boden unter den Füßen habe;)


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Do

28

Aug

2014

So dies und das

In den letzten beiden Tagen haben wir uns die Altstadt ein bisschen genauer angeschaut (Fotos sind hochgeladen!), sind mit dem elevador lacerda, dem Aufzug der die Ober- und die Unterstadt verbindet, gefahren und habe die tolle Aussicht genossen. Tollpatischig wie ich bin, stoplere ich auf den grausigen Fußwegen öfter mal und stoßen gegen alles was mir im Weg steht;) Meine Beine sind also nicht nur von Viechern zerstochen sondern auch voll mit blauen Flecken... Gestern und heute hat es recht viel geregnet und wie sind in eingie Schauer geraten. Winter in Salvador = Regenzeit.

Als wir gestern mit dem Bus nach hause fahren wollten, haben wir wohl irgendwie den falschen Bus erwischt und sind kilometerweit an Favelas vorbeigefahren bis wir irgendwann irgendwo auserhalb von Salvador auf einem Busbahnhof gelandet sind, der dann leider auch die Endhaltestelle war. So planlos und verwirrt wie wir da rumstanden hat uns eine Frau direkt angesprochen, gefragt wo wir denn hinwollen etc. Als wir ihr unser eigentliches Ziel nannten hat sie uns ein bisschen ausgelacht und dann mit uns zusammen den richtigen Bus gesucht der wieder zurück in die Stadt fuhr.

 

Heute in der Uni kamen auch mehrere Leute zu uns und haben gesagt wie toll sie Deutschland finden und wir sie jederzeit gerne ansprechen können wenn wir Hilfe brauchen. Sehr süß und hilfsbereit die Brasilianer, muss man schon sagen :)
Vorhin waren wir erst im Museum de Arte Moderna und haben uns dort ein bisschen Musik von lokalen, recht bekannten Künstlern angehört und sind dann weiter gefahren um noch was trinken zu gehen. Anstelle eines Taxis haben uns für den Weg auch ein paar Leute mitgenommen, die Michael angequatscht hat! 

 

Samstag ist hier in Salvador eine Segelregatta (soweit ich es verstanden habe) und Michael hat ein Boot gemietet mit dem wir dann quasi nebenher fahren. Wir sind wohl so 10 Leute und übernachten auch alle auf dem Boot...das wird dann das Kontrastprogramm zum riesigen Haus vom letzen Wochenende;)

Ich muss nun ins Bett, in spätestens 5 Stunden fangen die Bauarbeiter wieder auf der Baustelle neben uns an zu arbeiten, dann ist an Schlaf nicht mal mehr zu denken... 

Bis dahin ihr Lieben!

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Di

26

Aug

2014

Der erste Tag an der Universidade Federal da Bahia

Der Tag fing heute früh an. Viel zu früh nach meinem Empfinden… Um halb 6 bin ich, nach einer unruhigen, unbequemen und nicht erholsamen Nacht, aufgestanden um um 6Uhr den richtigen Bus zur Uni zu finden. Mit dem Bus ist man eigentlich in nicht mal 15Minuten da, aber wir wussten nicht ob wir den richten Bus finden. Außerdem wussten wir auch nicht in welchem Raum unser erster Kurs stattfinden sollte und planten deshalb für alle Eventualitäten etwas mehr Zeit ein. Zu unserer Überraschung kam direkt der richtige Bus, fuhr uns direkt bis zur Uni und vor einem der Gebäude hingen sämtliche Listen mit den Raumangaben aus. Was ein grandioser Start in den Tag! Pünktlich um 7 ging der erste Kurs los. Ein Englischkurs den ich versuchen will mir als letzten Kurs für mein Studium anrechnen zu lassen. Der Prof. war ganz nett, ziemlich langsam aber hey. Die akademische Viertelstunde die es in Deutschland gibt, gibt es hier leider nicht. Wenn es also heißt ein Kurs geht von 7-9 dann geht er von 7-9 (ausgenommen die brasilianische Ungenauigkeit;) ) und nicht von Viertel nach 7 bis Viertel vor 9 wie es in Deutschland meist wäre.  Nicht nur, dass die Veranstaltungen hier somit jedes Mal 30Minuten länger sind, man muss auch zusehen von einem Kurs zum nächsten zu kommen, denn der nächste beginnt quasi in derselben Minute in der der erste aufhört. Weiß der Teufel wer sich sowas ausgedacht hat…

 

Der zweite Kurs (ein englischer Literaturkurs) wirkte deutlich durchstrukturierter als der Erste und von den Themen und der ausgewählten Literatur her recht interessant. Allerdings weiß ich nun was Michael damit meinte, dass die Kurse hier zeitaufwändiger sind als zum Beispiel in Deutschland. Während man einen durchschnittlichen Kurs bei uns vielleicht ca 14x 90Minuten pro Semester hat, kommt man hier auf ca. 31x 120Minuten. Dadurch entsteht natürlich auch mehr Zeit für Referate etc. Jeder muss in diesem Kurs mindestens drei Stücken halten… das Lesen der Primär- und Sekundärliteratur versteht sich natürlich von selbst ;)

Auf dem Weg zum dritten Kurs machte sich langsam der Hunger bemerkbar...Zeit zu Essen hat man zwischen den Veranstaltungen ja nicht so wirklich! Der dritte Kurs wäre ein portugiesischer Sprachkurs gewesen, zu dem aber leider niemand anderes als Theresa und ich aufkreuzte. Joa, was soll man dazu noch sagen… immerhin hatten wir so Zeit etwas zu essen und uns in der Sonne wieder aufzuwärmen nachdem wir im zweiten Kurs fast am Stuhl festgefroren sind. Toilettenkabinen kann man hier auf dem Campus irgendwie nicht abschließen und Toilettenpapier ist auch Mangelware aber hauptsache die Klimaanlage funktioniert einwandfrei!

Der letzte Kurs sollte ein brasilianischer Literaturkurs sein. Thematisch mega interessant (soweit ich es dem schriftlich vorliegendem Kursplan entnehmen konnte), aber sprachlich für mich/uns einfach noch nicht machbar. Nach 20Minuten sind wir dann wieder gegangen.

Kaum wieder zu Hause angekommen, stellte Theresa fest, dass ihr Bett voller Ameisen war. Juhuu… reicht ja nicht das die Dinger sonst schon überall sind. Naja, so konnten wir wenigstens Mal die Waschmaschine ausprobieren…haha…Nach diesem Spektakel hab ich mich erstmal auf die Suche nach neuen Kursen gemacht allerdings nach kurzer Zeit erstmal frustriert aufgegeben und mich ins Bett gelegt um etwas Schlaf nachzuholen.

 

 

 

Eigentlich wollten wir morgen nochmal ins Büro für internationale Studenten um unsere Kurse zu bestätigen bzw. wieder abzuwählen, aber nun werden wir uns wohl erst noch andere anschauen und dann entscheiden.

Inzwischen haben wir Roberto, unseren mexikanischer Mitbewohner, auch schon öfter mal zu Gesicht bekommen. Irgendwie trägt er seine Shirts immer auf links, naja, vielleicht ist das ja grade so Mode in Mexiko. Auf jeden Fall haben wir nun zusammen überlegt dass er uns beim Portugiesisch Lernen und wir ihm beim Englischlernen helfen können. Mal sehen was draus wird.

Nach einem entspannten Filmabend versuche ich nun nochmal es zu schaffen, eine Nacht durchzuschlafen, noch glaube ich dran, dass es funktionieren kann ;)

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So

24

Aug

2014

Vom Paradies zurück in die harte Realität

Ein EIGENTLICH sehr entspanntes Wochenende geht zu Ende…
Samstag sind wir mit brasilianischer Pünktlichkeit mit 40minütiger „Verspätung“  und bei Regen zur Fähre gefahren. Wir sind in dem Fall, Theresa, zwei andere deutsche Studenten, Michael und seine Frau. Nach 40Minuten Fahrt waren wir auf Iparica, haben uns ein Taxi geschnappt in das wir unsalle 6 mit Gepäck reinquetschten und los ging die wilde Fahrt. Zwischendurch haben wir noch eben alles Nötige an Lebensmitteln einkauft, der Himmel klärte langsam auf und die Straßen wurde Meter für Meter schlimmer. Michaels Haus liegt direkt am Wasser und einfach mitten im Nichts. Wir brauchten ca. eine Stunde über hügelige, matschige Sandpisten die eigentlich nur aus Schlaglöchern bestanden.


Nach dem Ankommen haben wir die meiste Zeit mit schwimmen, segeln, lesen, entspannen  und dem Trinken von frischem Kokoswasser verbracht. Micheal hat einen kleinen Segelkatamaran mit dem er uns alle abwechselnd mal mitgenommen hat. Trottelig wie ich bin habe ich mir beim Versuch auf das Ding drauf zu hüpfen beide Oberschenkel und den Bauch aufgeratscht :-/ Abends gab es frisch gefischten Fisch, Bier und natürlich Caipis. Zum Schlafen haben wir uns in die Hängematten auf dem super schönen Balkon gelegt. Allerdings war die Luft durch den Regen so abgekühlt dass die Nacht wirklich frisch war und wir nachts alle noch in Betten umgezogen sind.

 

 

Heute Morgen war Ebbe und wir sind ein ganzes Stück am Strand entlang gelaufen und Michael hat uns die Mangrovenwälder gezeigt. Um die zu bewundern mussten wir allerdings durch kniehohen Matsch und zwei Flüsse laufen, aber mit strahlendem Sonnenschein geht das ja alles;)
Den Rest des Tages habe ich überwiegend lesend in einer Hängematte verbracht und die wunderschöne Landschaft genossen. Umso später es wurde desto schlechter wurde das Wetter. Der Taxifahrer der uns abholte tat mir wirklich ein bisschen leid, im Dunkeln, bei Regen über diese Wege…wir wurden ordentlich durchgeschüttelt auf und  ich war froh dass wir nirgends stecken geblieben sind. An dem Fähranleger war super viel los und wir mussten bestimmt eine Stunde warten bis wir auf die Fähre konnten…und da ging das Ganze Drama dann erst richtig los:

 

Michael, seine Frau und einer von uns haben einen Sitzplatz abbekommen, wir anderen 3 haben uns an die Seite gestellt. Als Michael aber kurz wegging kam jemand und wollte den Platz. Adriana (Michael‘s Frau) hat versucht das zu erklären dass der Platz besetzt ist und meinte zu uns, dass sich ja erstmal eine von uns sich dort hinsetzten könnte. Der Mann wollte aber nicht so recht verstehen dass der Platz besetzt war und ich dachte mit, okay, ich geh einfach hin, setzte mich erstmal damit es keinen Grund mehr gibt und diesen Platz zu streiten…Naja… da kam ich nun als Weiße und setzte mich auf diesen Platz… liebe Leute ich kann euch sagen: Das kam nicht bei allen gut an!! Die ganze Situation kochte etwas hoch, und die Frau neben mir mischte sich dann auch noch ein. Es dauerte nicht lange bis wir die Aufmerksamkeit so ziemlich aller Fahrgäste hatten. Den genauen Inhalt der „Gespräche“ kann ich euch leider nicht erzählen, meine Sprachkenntnisse reichen einfach nicht aus um ein solches Geschrei zu verstehen. Der Frau ging es wohl um das allgemeine Recht auf einen Sitzplatz und das man solche nicht freihalten dürfe (allgemeines Recht auf einen Sitzplatz, so könnten wir ja auch mal bei der deutschen Bahn argumentieren ;) ). Erst hat sie ihr Popcorn durch die Gegend geworfen, ist dann wutentbrannt und schreiend aufgestanden hat ihre Taschen weggeschmissen und ich dachte kurz, dass jetzt bestimmt gleich die Fäuste fliegen. Plötzlich fingen sämtliche Leute an zu grölen und die ersten hielten mit ihren Handykameras drauf. Ich war so geschockt und bin immer weiter in meinem Sitz versunken, hab einfach gar nichts gesagt und mit dem Gedanken gespielt einfach wieder aufzustehen, was die Situation aber vermutlich nur noch verschlimmert hätte. Die einzigen Wörter die ich dann noch verstanden habe waren „braco“ (weiß) und „negro“ (schwarz). Die gute Frau hat nicht verstanden warum Adriana als Schwarze einer Weißen den Platz freigehalten hat. Naja, daraufhin ist Adriana noch viel mehr ausgerastet, weil das ja zum einen einfach rassistisch und zum anderen völlig belanglos war.

 

Naja liebe Leute, was soll ich dazu noch sagen?! Ich war froh als ich von dieser Fähre runter konnte. Das Video ist bestimmt schon irgendwo bei youtube :D.

 

 

In diesem Sinne ihr Lieben, geht raus und predigt euren Mitmenschen Toleranz :) ;) 

 

PS: Ich hab' auch ein paar Fotos hochgeladen!

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Fr

22

Aug

2014

Termine Termine Termine

Ich bin echt recht müde, daher jetzt mal eine Kurzfassung von heute und gestern.

Wir haben uns schon mal den Campus angeschaut an dem wir dann ab nächste Woche unsere Kurse haben. Der liegt ein ganzes Stück von unserer Wohnung entfernt, aber der bestimmt 2/3 des Weges führen am Wasser lang :) Leider konnte uns noch niemand sagen in welchen Räumen die Kurse stattfinden von daher wird das nächste Woche dann ganz lustig, wenn wir komplett verplant durch sämtliche Gebäude laufen um unsere Kurse zu finden.

Michael hat uns ein paar Bahaianische Geriche gezeigt und ein paar nette Plätze, die eigentlich nur von Einheimischen besucht werden. Wie es aussieht werde ich im Laufe der nächsten Monate wohl auch zum Biertrinker...es gibt nämlich immer nur Bier zu trinken :P

Heute waren wir ein bisschen am Strand und haben das kühle Meer genossen :) Da lässt es sich wirklich aushalten. Wir laufen jeden Tag soo viel. Und das dann bergauf und bergab in der prallen Sonne, das ist echt anstrengend. Das alles dann wiederum in der Kombination mit wenig Schlaf schlaucht grade ziemlich. Falls ihr euch jezt denkt, ja dann muss die Solveigh halt mal eher ins Bett gehen, nein, daran liegt es wirklich nicht! Eher daran, dass mein mexikanischen Mitbewohner, der die halbe Nacht skypt und man durch die dünnen Wände jedes Wort und das rumgeheule der Frau hört mit der er skypt, daran, dass ich keine Vorhänge habe und nach Sonnenaufgang mein Zimmer um 6Uhr hell erleuchtet ist, daran, dass direkt nebenan eine riesige Baustelle ist an der ab dem frühen Morgen gebaut wird, ich keine "dichte" Tür zum Balkon habe und der ganze Lärm einen kaum schlafen lässt und nicht zuletzt daran dass ich mich noch immer nicht an dieses harte Bett gewöhnt habe...


Heute Abend waren wir bei der Einweihung einer Fußgängerzone an ienem Teil der Promenade hier in Salvador. Das Ganze sollte eigentlich schon zur WM fertig sein, aber naja, besser spät als nie ;) Die Simmung mit der live Musik war echt super und die brasilianische Lebensfreude kam mal wieder klar zum Vorschein. Grade habe ich meine Tasche gepackt, denn von Morgen bis Übermorgen geht es mit Theresa, zwei anderen Studenten, Michael und seiner Frau/Freundin zu deren Haus auf der Insel "Itaparica". Die Insel liegt ein paar Kilometer vor Salvador und soll super schön sein.

Internet habe ich da denke ich eher nicht... wir hören also Sonntagabend wieder voneinander :)

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Mi

20

Aug

2014

Einrichten

Morgens 6 Uhr in Salvador: Wasser leer, Kühlschrank leer, Orientierung fehlt.

Das Aufstehen fiel nicht wirklich schwer bei dem kuscheligen Holzebrett auf dem ich genächtigt habe und der nächste Supermarkt war auch schnell gefunden um ein bisschen was fürs Frühstück einzukaufen. 
Anschließend haben wir uns mit Michael getroffen und sind zum Auslandsamt der Uni gelaufen um uns anzumelden. Das ging relativ fix und kurze Zeit später hatten wir dann auch schon brasilianische Handykarten in der Tasche. Damit war der Teil des mobilen und studentischen Einrichtens erstmal erledigt. Der wichtigere Teil war allerdings das häusliche Einrichten... ein Haushalts- und Krimskramsladen war schnell gefunden und eine Badezimmermatte, Putzzeug, und ein kleiner Teppich wanderten in unsere Tüten.

Den Mittag nutzten wir um uns mit den angebotenen Kursen an der Uni auseinander zu setzen. Einen Kurs in der Art wie ich ihn für mein Studium noch bräuchte wird hier dieses Semester leider nicht angeboten :(  Uns wurde zudem auch geraten nnicht zu viele Kurse zu belegen, da die meisten Kurse sehr arbeitsintensiv sein sollen. Aber nicht so viele Kurse zu belegen sollte ja hinzubekommen sein ;)

Am Nachmittag machten wir einen ausgiebigen Strandspaziergang und schauten uns die Küstengegend hier mal etwas genauer an. Von unserer Wohnung (die hab ich jetzt mal einigermaßen präzise unter "hier bin ich" eingetragen) brauchen wir nur etwa 5 Minuten zu Fuß zum Strand:) Traumhaft!!

Unsere Putzaktion startete in unseren Zimmern und nun konnte ich auch auspacken und meine Sachen in den nun einigermaßen sauberen Schrank räumen. Die Türen von meinem Schrank gehen leider nicht zu...da muss ich mir noch irgendwas einfallen lassen, das sieht etwas doof aus. Wir haben auch noch 2 dünne Matratzen gefunden mit denen die nächsten Nächte hoffentlich etwas bequemer werden. 
Der Tag ging zu Ende und die Energy auch...die Küche haben wir noch nicht geputzt aber zum Kochen laufen da eindeutig zu viele Krabbelviecher rum. Also haben wir uns unser Abendessen von Subway geholt ;)

Nun kommen gleich noch ein paar Fotos an die Wände und dann gehts ab ins Bett...


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Di

19

Aug

2014

Angekommen

Nach einem langen Reisetag sind Theresa und ich gut in Salvador angekommen und nach etwas hin und her wegen eines kaputten Gepäckbandes kam dann sogar auch all unser Gepäck!
Am Flughafen wartete schon wie versprochen Michael, unser Vermieter, der uns abholte. Die Taxifahrt hat er gleich mit ein bisschen Ortskunde verbunden und uns einige Kilometer schönen Strand gezeigt und direkt Pläne mit uns für die nächsten Wochenenden geschmieded


An der Wohnung angekommen kippte meine Stimmung allerdings etwas... ja ich weiß, Südamerika, andere Standards und so, dessen bin ich mir ja auch wirklich bewusst, ist ja nicht das erste Mal dass ich mich auf diesem Erdteil befinde....Aber die Wohnung ist alles andere als wohnlich oder gemütlich oder einladend oder oder oder....mit meinem kahlen Zimmer kann ich ja meinetwegen leben, aber das Bett ist so weich wie eine Parkbank und das Bad werde ich morgen erstmal schrubben. Die Küche hab ich mir lieber noch nicht ganz so genau angeschaut, Zeit zum Einkaufen hatte ich eh noch nicht und der erste Blick hat nicht garde zum Kochen eingeladen!

Nach einer kurzen Dusche und mit frischen Klamotten hat Michael uns wieder abgeholt und zusammen mit einer anderen deutschen Studentin die seit 3 Tagen hier ist waren wir in der Stadt essen und haben ein paar Plätze mit Live-Musik abgeklappert...
Inzwischen bin ich seit ca. 26 Stunden auf den Beinen und echt kaputt aber ich kann mich trotzdem nicht so wirklich auf mein Bett freuen :-/

Morgen früh zeigt uns Michael die Uni und das Büro für international Studierende, damit wir uns da erstmal melden können und unsere Kurse etc absprechen können. Anschließend steht dann natürlich auch erstmal noch das Koffer Auspacken und das Einkaufen auf dem Plan...


Ihr merkt vermutlich schon, so richtig angekommen bin ich noch nicht, aber naja, ich bin ja auch erst ein paar Stunden hier...
Ich versuche nun gleich mal auf dem Holzbrett von Bett zu schlafen, bis die Tage ihr Lieben!

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Mo

18

Aug

2014

In 15 Stunden heb' ich ab

So langsam ist alles gepackt und den meisten von euch habe ich schon ´tschüss gesagt, es kann also los gehen. Heute nacht um halb 3 geht's zum Flughafen, von Hamburg dann nach Lissabon und gegen 16Uhr Ortszeit kommen wir in Salvador an. Unser Vermieter holt uns netterweise vom Flughafen ab und bringt uns zu unserer Wohnung. Bis dann nächste Woche Montag die Uni los geht haben wir ein paar Tage um uns ein bisschen einzuleben.

So viel zum Plan, wie alles wirklich kommt berichte ich dann in ein paar Tagen ;)! 


Vielen Dank nochmal für eure ganzen lieben Worte und Wünsche zum Abschied, ich melde mich wenn ich angekommen bin!!

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