Chapada Diamantina

Die letzten Tage waren unglaublich anstrengend aber auch unglaublich schön!

 

Als wir uns am Donnerstagmittag auf den Weg zum Busbahnhof gemacht haben war unser Ziel: Lencois. Ein kleines Städtchen im Nationalpark „Chapada Diamantina“. Nach etwas über 6 Stunden sind wir angekommen und auch unser zuvor gebuchtes Hostel war schnell gefunden. Die Beschreibung „familiär“ hat noch nie besser auf eine Unterkunft gepasst als hier… die Tür wurde uns von einem kleinen Mädchen geöffnet, der Tochter der beiden Besitzer. Der „Frühstücksraum“ war Wohn- und Esszimmer der Familie in einem und auch die Gemeinschaftsbäder waren voll mit Kindersachen. Das alles hat uns aber ja nicht gestört und die Besitzer waren wirklich sehr nett und haben ums Tipps für Touren durch den Park etc gegeben.

 

 

Am Freitag haben wir mit zu anderen Leuten aus dem Hostel zusammen eine geführte Autotour gemacht. So sind wir nach einander fünf verschiedene Plätze abgefahren, die man zu Fuß auf keinen Fall alle an einem Tag hätte ablaufen können. Zu sehen gab es schöne Wasserfälle, Bachläufe, eine riesige Höhle in der wir mit Taschenlampen bewaffnet die Stalagmiten und Stalaktiten bewundert haben. Weiter ging es zu einem See der halb versteckt in einer Höhle lag und in einem herrlichen hellblau schimmerte. Gebadet wurde dann ein kleines Stück weiter in einem Fluss mit glasklarem Wasser bevor wir für den Sonnenuntergang auf einen Berg geklettert sind und eine wahnsinns Aussicht genießen konnten.

 

Am nächsten Tag sind Theresa und ich auf eigene Faust los um die Sachen in direkter Nähe von Lencois zu erkunden, von denen es hieß, dass man sie auch ohne Guide leicht und sicher erreichen kann. Am Vormittag haben wir uns auf den Weg zu einer Natural Slide gemacht. Nach ca 50min Weg lag ein natürliches Wasserbecken vor uns, mit Wasser das fast schwarz aussah und in dem ein Wasserlauf endete der sich seinen Weg über (mehr oder weniger) glatte Felsen machten. In null-komma-nichts waren wir im Wasser und probierten die Rutsche aus. Es hat wirklich Spaß gemacht, aber das sitzen viel mir am nächsten Tag schon etwas schwer ;) :D Nachmittags wollten wir zu einem Wasserfall…den Anfang des Weges der uns beschriebe wurde zwar leicht zu finden aber nicht so leicht zu meisten. Es ging vorbei an unzähligen natürlichen Wasserbecken in denen Einheimische ihre Wäsche gewaschen und dann auf den Felsen zum Trocknen ausgebreitet haben. Da kommt man sich in seinen Laufschuhen und mit einen großen Rucksack schon ziemlich fehl am Platz vor kann ich euch sagen. Irgendwann haben wir dann jemanden nach dem Weg gefragt, aber nachdem wir auch damit nur 50Meter weiter gekommen sind, ist der mit uns mitgekommen und hat uns noch ein paar andere schöne Plätze in der Nähe gezeigt. Der Weg ging unter so einigen Felsen hindurch und durch dichtes Gebüsch… wie wir das alleine hätten finden sollen, ist mir ein Rätsel.

 

 

Sonntag sind wir dann zu einem anderen Wasserfall, der uns von allen empfohlen wurde. Der Nachteil war allerdings, dass man 7km hinwandern und dann natürlich auch 7km wieder zurück wandern musste. Und „wandern“ klingt in diesem Zusammenhang ziemlich entspannt… Die ersten Kilometer ging es ja noch über Sand und Waldwege, zwar bergauf und bergab aber trotzdem noch okay…aber die meiste Zeit sind wir über Felsen geklettert. In der Hitze wurde das schnell super anstrengend. Außerdem hatte man gar nicht wirklich die Möglichkeit die Umgebung wirklich zu genießen, weil man sich auf jeden Schritt so stark konzentrieren musste. Der Wasserfall war trotzdem schön und die Abkühlung im Wasser tat auch mehr als gut. Als wir wieder in Lencois angekommen sind, waren Theresa und ich total k.o. …

 

Daher haben wir uns für Montag auch nochmal für eine Tour mit dem Auto entschieden. Mit drei anderen Leuten und einem Guide ging es zuerst in eine Höhle in der ein wahnsinnig blauer See lag. Sowas habe ich wirklich noch nie gesehen, super schön. Anschließend sind wir zu einem ähnlichen blauen See zu einer anderen Höhle gefahren, weil man dort auch schwimmen und schnorcheln konnte. Der Weg mit dem Auto endete allerdings vor einem Fluss. Da hieß es dann Schuhe aus und durch da. Im Wasser ging es ja noch aber wieder auf trockenem Boden war die Erde so heiß dass man es nur wenige Schritte barfuß ausgehalten hat bevor man sich mit seinen nassen Füßen kurz auf die Schuhe stellen musste um die Füße abzukühlen. Nach einem ausgiebigen Bad im verdammt kalten Wasser haben dann Mittaggegessen während unser Guide versucht hat das Auto nach einer kleinen Panne wieder zu reparieren.  Mit etwas Verspätung ging es dann zurück nach Lencois. Im Hostel durften wir dann, obwohl wir ja eig schon ausgecheckt hatten, noch duschen und uns die Zeit bis zu unserem Busabfahrt um 23.30Uhr vertreiben.

 

Die Fahrt zurück nach Salvador war wenig erholsam. Als wir gegen 6Uhr morgens ankamen haben wir uns einen Bus in unser Viertel gesucht und sind dann total kaputt endlich wieder zu hause angekommen.

Alles in Allem ein anstrengender, aber mehr als lohnenswerter Trip J

 

 

(Fotos sind natürlich auch schon hochgeladen)

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