Viele schöne Sachen, die gibt es überall zu sehen...

Heute wäre eigentlich meine erste Klausur gewesen, aber der Dozent hat sich dann doch entschieden, dass wir sie erst Dienstag schreiben. Dienstag ist aber eigentlich keine Uni weil an allen Instituten der Uni Forschungsergebnisse etc. fortgestellt werden. Sein Kommentar dazu: Naja, dann gucken wir Dienstagmorgen ob wir einen Raum gekommen und wenn ja, dann schreiben wir und wenn nicht, dann halt nicht. Ja, was soll man da noch zu sagen… Ist ja kein Ding, ich fahr gerne morgens um halb 7 los um dann EVENTUELL eine Klausur zu schreiben. Da fällt einem echt nix mehr zu ein…

Naja, ich dachte mir, ich könnte auch mal darüber schreiben was man hier so alles tagtäglich beobachtet anstatt nur zu schreiben was ich immer so mache.

Fangen wir doch mal einer Kleinigkeit an, die mich jeden Tag wieder nervt. Die Wasserflaschen hier sind so voll, dass man sie das erste Mal nicht öffnen kann, ohne das sie überläuft. Manche laufen direkt über sobald man den Deckel nur ein kleines bisschen bewegt, bei anderen dauert es 2Sekunden länger. Das Ganze könnte funktionieren, wenn man die Flasche nicht anfassen müsste um sie zu öffnen… ihr merkt schon selbst, das haben sich sehr clevere Leute ausgedacht…

Ein andere sehr interessante Sache sind die Fußwege die ja an sich schon ein echtes Abenteuer sind, weil sie mit Schlaglöchern übersäht sind, ständig Bäume, Laternen und Strommasten im Weg stehen. Bis zur WM sollte ein Großteil der Fußwege hier in Salvador mit diesen gelben Steinen für Blinde ausgestattet werden. Sie arbeiten immer noch fleißig dran. Eine etwa 200 Meter lange Straße, die ich fast täglich laufe ist nun noch ca 6 Wochen fast fertig…in dem Tempo in dem die arbeiten, frage ich mich wie sie das überhaupt bis zur WM schaffen wollten. Diese besagten Steine, die ihr ja bestimmt auch alle kennt, sind hier auch grau und werden nach dem verlegen gelb angestrichen. Warum frag ich mich? Tut mir Leid, aber damit die Blinden die Steine besser sehen?!

 

 

Besonders schön werden die Fußwege wenn der Müll abgeholt wird. Müll wird hier nicht in Tonnen an die Straße gestellt, sondern einfach in Müllsäcken, bzw alten Einkaufstüten an die Straße geworfen. Mülltrennung gibt es natürlich auch nicht. Und da liegt nun der ganze Müll mit Essensresten und allem was man sich so vorstellen kann bei 30°C in der Sonne. Immer wieder schön kann ich euch sagen!

An sich geben sich hier alle (bis auf die geschätzten 2Milionen Hundebesitzer) echt Mühe die Gehwege und Hofeinfahrten sauber zu machen. Egal wo man hinsieht, überall fegen die Leute. Überall und immer!

 

Amüsiert habe ich mich neulich auch über eine Dosensammlerin. Viele Leute sammeln hier Bier- und Coladosen um das Geld für das Metall zu bekommen. Die gibt es in rauen Mengen und sowas wie Pfand gibt es hier natürlich auch nicht. Diese Sammlerin hatte ihre gesammelte Beute in ein paar Plastiktüten und hat diese dann blitzschnell vor die Reifen eines Busses an der Bushaltestelle gelegt. Als der los gefahren ist hat er alle Dosen platzsparend komprimiert :D Sehr genial.

 

Ganz niedlich zu beobachten sind die Affen die hier gelegentlich auch den Stromleitungen rumlaufen- und klettern, wie auf dem Bild zu sehen.

 

 

Nicht ganz so niedlich sind leider viele der Brasilianer/-innen. Prinzipiell ist es ja sehr gut, wenn jeder zu sich und seinem Körper steht und die Klamotten trägt die ihm gefallen. Aber das ist manchmal wirklich nicht so schön mitanzusehen. Bauchfrei trägt hier jeder, die Größe des Bauches ist dabei egal. Durchsichtige Oberteile liegen hier auch sehr im Trend. Immer wieder ein Augenschmaus sind auch die ganzen Brasilianer die in ihren knappen, oft weißen,  Bade“höschen“ die Promenade entlangstolzieren.

 

Ich meine all diese Prachtkörper, die so gar nichts mit den typischen brasilianischen Klischees zu tun haben die einem in den Kopf kommen wenn man an Brasilien denkt, kommen ja auch nicht von ungefähr. Hier wird einfach alles frittiert. Neben Bohnen und Reis und auch viel Gemüse und Obst gibt es hier wirklich sehr sehr viele, sehr sehr fettige Sache. Eine typische Beilage ist zum Beispiel auch „Farofa“ gebratenes Maniokmehl. Schmeckt so wie es sich anhört, nach gebratenem Mehl. Ein besserer Kommentar fällt mir dazu jetzt leider auch grade nicht ein…

 

 

Okay, ich will jetzt aber ja auch nicht nur komische Dinge erzählen, es gibt ja auch wirklich viele schöne Dinge hier!! Morgen geht es dann los noch ein paar mehr davon zu entdecken und es geht nach Morro de Sao Paulo J Montagabend bin ich wieder zurück, zu erreichn über die Zeit dann wieder mal nur über Whatsapp!
Ich meld mich nächste Woche ihr Lieben J

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